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Großenhainer Leitbild auf der Zielgeraden

Im Beteiligungsportal können bis Ende August nochmals Hinweise und Wünsche formuliert werden. Im Dezember soll der Stadtrat zu einem Ergebnis kommen.

Zuletzt im Februar wurde bei den Ideenwerkstätten intensiv über das Leitbild debattiert.
Zuletzt im Februar wurde bei den Ideenwerkstätten intensiv über das Leitbild debattiert. © Kristin Richter

Großenhain. Die Stadt ist reif für ein eigenes Leitbild. Dr. Eddy Donath, Leiter der Dresdner Niederlassung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA), sagte dies im Sommer 2019. Seitdem ist dazu Einiges passiert. Workshops, Ideenwerkstätten, zuletzt im Spätwinter, brachten der GMA und den Stadtvätern wichtige Erkenntnisse, was die Großenhainer von und für ihr Städtchen erwarten. 

Die spannenden und aufschlussreichen Stadtgespräche hierüber wurden durch das Coronavirus leider jäh unterbrochen. "Nicht zuletzt die Corona-Krise selbst trägt jedoch dazu bei, die bisherigen Ergebnisse noch einmal gemeinsam auf den Prüfstand zu stellen", glaubt jedoch Stadtsprecherin Diana Schulze.

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Und deshalb geht es jetzt quasi auf die Zielgerade. Denn im Dezember soll der Stadtrat über das Großenhainer Leitbild befinden. Es soll richtungsweisend für die Stadtentwicklung und das städtische Zusammenleben in den kommenden Jahren sein. Aus Bürger- und Gewerbeumfragen, Expertengesprächen und Veranstaltungen konnten dafür bereits über 1.000 Meinungen und Hinweise zusammengetragen werden. Erste Ergebnisse finden sich unter unter www.grossenhain.de/aktuelle-themen.leitbild.de.

Seit Donnerstag und noch bis zum 31. August können die Großenhainer nun im Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen die Leitsätze und Teilziele nachlesen, bewerten und ihre Hinweise und Anregungen einbringen.

 Die Palette reicht dabei von Einzelthemen wie Verkehrsberuhigungen in der Innenstadt, dem Ausbau der medizinischen (Nah-)Versorgung, der Stärkung der Vereinsstrukturen sowie der Förderung von Bio- und Regionalitätstrends bis hin zu langfristigen Zielsetzungen der Stadt- und Wirtschaftsentwicklung. 

Auch die Themen Tourismus, Umwelt, Natur und Klima spielen in dieser Befragung eine Rolle. Wer keine Möglichkeit hat, den Fragebogen online auszufüllen, erhält diesen in der Großenhain-Information im Rathaus oder in der Zabeltitz-Information und kann ihn dort auch bis zum 31. August wieder abgeben oder in den Briefkasten der Stadtverwaltung einwerfen.

Bereits zu Beginn der Leitbilddiskussion 2018 kam die Frage auf, ob Großenhain geeignet wäre, sich der Vereinigung der Cittaslow-Städte anzuschließen. „Cittaslow“ kommt aus dem Italienischen und steht dabei als Markenbezeichnung für Städte und Gemeinden, die sich um höchstmögliche Lebensqualität für Bürger, Unternehmer und Gäste bemühen. 

Die Städte, die sich diesem Streben verpflichtet fühlen, werden anhand eines Kataloges zertifiziert, sind in einem europaweiten Verein organisiert und können mit diesem internationalen Markenzeichen für sich werben. Smart City steht für Städte, in denen systematisch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie ressourcenschonende Technologien eingesetzt werden. 

Im Zuge der Leitbild-Erstellung sollen auch zu diesen beiden Konzepten die Meinungen eingeholt werden. Soll sich Großenhain ein überregionales Image als „Cittaslow“ aufbauen oder eher das Smart City-Konzept verfolgen? Vielleicht gefällt den Großenhainern aber auch der Gedanke, dass die Stadt die Cittaslow-Idee weiterführt, dabei aber auch Elemente einer Smart City integriert. Standpunkte sind also auch hier gefragt.

Oberbürgermeister Sven Mißbach hat schon jetzt allen Beteiligten am Leitbild-Prozess gedankt. "Nun sind wir auf der Ziellinie und benötigen zum Erreichen des Ziels noch einmal die Unterstützung aller Großenhainerinnen und Großenhainer“, sagt er und hofft darauf, dass sich möglichst viele an der Umfrage beteiligen.

Hier geht es zum Beteiligungsportal.

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