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Debattierklub bei Sauerbruchs

Seit diesem Schuljahr existiert am Ferdinand- Sauerbruch- Gymnasium in Großröhrsdorf ein Debattier- Klub. Aus der Schule ist folgender Bericht eingegangen:

Durch die Möglichkeit eines Ganztagsangebotes trafen sich im Herbst des letzten Jahres erstmals interessierte Schüler der Klassen 8 bis 10 mit ihrem Lehrer, René Dörnbrack, um die Grundgedanken einer Debatte gemeinsam zu ergründen. Der Debattierklub-Leiter hat bereits langjährige Erfahrungen mit diesem Metier. Debattieren heißt sich zu einer strittigen Frage eine Meinung zu bilden, um am Ende der Debatte konkrete Maßnahmen für Veränderungen ergreifen zu können. Das Debattieren gliedert sich in verschiedene Abschnitte läuft nach einem strengen Zeitregime ab. Die Schüler lernen nicht nur, sich gut zu artikulieren, sondern auch auf ihre Gesprächspartner einzugehen, hier ist also auch Team-Work gefragt. Sie müssen sich sowohl mit der Pro- als auch mit der Contra- Position auseinandersetzen, denn vor der Debatte wird zufällig durch Losentscheid festgelegt, welche zwei Schüler jeweils welche Seite zu vertreten haben. Bei den wöchentlichen Treffs des Großröhrsdorfer Debattier- Klubs beschäftigen sich die Mitglieder mit unterschiedlichen Sprechtechniken, Grundregeln der Rhetorik oder mit Argumentationsstrukturen. Die Themen für die sogenannten „Soll-Fragen“ kommen natürlich aus dem Interessenfeld der Schüler. Von Handy- Verbot an Schulen, über die Abschaffung von Schul- Raucher- Plätzen bis hin zum einheitlichen Bildungssystem in Deutschland reicht die Bandbreite. Bereits zum Tag der offenen Tür des Ferdinand- Sauerbruch-Gymnasiums im Februar zeigten die Schüler erstmals in mehren Schau- Debatten, was sie inzwischen gelernt hatten. Die positive Resonanz bei vielen Besuchern weckte die Lust auf mehr. Die erste echte Bewährungsprobe hatten die Debattierer dann Anfang März zum „Schulverbundswettbewerb“ in Bischofswerda. Dort traten Schüler von fünf Schulen im fairen Wettstreit gegeneinander an. Die Juroren wurden ebenfalls von den teilnehmenden Schulen zum Wettbewerb gesandt. Natürlich wurde in den Ausscheidungsrunden noch viel Lehrgeld gezahlt, aber umso schöner war dann doch, dass es Jakob Seidler in der Sekundarstufe I bis ins Finale schaffte. Dort trafen die besten vier Schüler nach mehreren Vorrunden-Debatten aufeinander. In dieser auf sehr hohem Niveau geführten Final-Debatte zum brisanten Thema „Sollen Models ein vorgeschriebenes Mindestgewicht nachweisen müssen?“ schlug sich der Vertreter vom Großröhrsdorfer Gymnasium hervorragend. Am Ende erreichte Jakob einen sehr guten dritten Platz. Auf diesen Erfolg lässt sich aufbauen.

Augusto
Leben und Genuss
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