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Leben und Stil

Dein Hund oder ich

Ein Mann stellt seine Freundin vor die Wahl: Entweder er oder ihr Haustier. Paarberater Christian Thiel rät ihr zu einem radikalen Schritt.

Christian Thiel
Christian Thiel © Sven Ellger

Ich bin 50 Jahre, mein Partner fünf Jahre älter. Wir haben uns vor zwei Jahren kennengelernt. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich schon einen Hund und musste auch schon wegen kleiner Wehwehchen Tabletten nehmen. Ich bekam immer zu hören, dass ich seine Traumfrau bin. Jetzt sagt er auf einmal, dass der Hund, obwohl er diesen immer verwöhnt, die Beziehung stört. Es wäre keine Zweierbeziehung, sondern eine Dreierbeziehung und durch die Einnahme meiner Tabletten und den Hund würde seine Gesundheit leiden. Er beteuert mir aber auch gleichzeitig seine Liebe.

Ihr Partner will die Partnerschaft nicht mehr fortsetzen. Der Hund ist möglicherweise nur der vorgeschobene Grund. Warum er in Wahrheit nicht mehr will, kann ich Ihnen nicht sagen. Eines aber weiß ich: Sie sollten keinen Mann zum Jagen tragen. Er will nicht mehr – also bitten Sie ihn seine Sachen zu packen und sich nicht mehr bei Ihnen zu melden. Was dann passiert, kann niemand sicher voraussagen. Möglicherweise hören Sie dann tatsächlich nichts mehr von ihm und suchen sich einen neuen Partner. Sehr viel häufiger passiert aber folgendes: Der Ex-Partner bekommt Sehnsucht. Er meldet sich wieder und möchte die Beziehung fortsetzen. Und das können Sie dann tun – wenn Sie das dann noch wollen.

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Ein Ende nach zwei Jahren ist nicht wirklich ungewöhnlich. In dieser Zeit haben sich die Hormone, die die Verliebtheit freisetzt, aufgebraucht. Jetzt hat der andere plötzlich Falten, die mächtig stören. Die hatte er vorher auch schon – aber sie störten damals nicht im Geringsten. Nicht jede Liebe übersteht die Phase der Verliebtheit. Ihre scheint dazu zu gehören. Ich bedauere das. Andererseits gibt es Ihnen die Chance, sich einen verlässlichen Partner zu suchen.

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Ein verlässlicher Partner möchte nichts lieber, als mit Ihnen zusammen zu sein. Ein verlässlicher Partner weiß genau, was er an Ihnen hat – und nimmt Sie gerne auch mit Hund. Ein verlässlicher Partner war übrigens auch in vergangenen Beziehungen verlässlich. War Ihr derzeitiger Partner das? Oder hat er auch da gerne nach zwei Jahren festgestellt, dass ihn etwas an der Frau an seiner Seite stört? Das wäre wichtig zu wissen. Und das wäre auch wichtig, falls Sie wirklich wieder auf die Suche gehen. Die Verlässlichkeit eines Mannes einzuschätzen ist nicht leicht. Darum wäre es gut, wenn Sie sich beim Kennenlernen viel Zeit lassen, viele Gespräche miteinander führen und noch bevor Sie sich näher kommen viele Fragen an ihr Gegenüber stellen. Zum Beispiel, wie er zu Hunden steht.

Christian Thiel ist Single-, Partnerschaftsberater und Autor. Haben Sie Fragen an ihn? Schicken Sie eine Mail an [email protected]