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Déjà Vu nach fünf Jahren

Nach einer längeren Pause meldeten sich die Macher vom „Déjà Vu - electronic music open air“ zurück. Mit neuer Location und Spitzen-DJ Eskei83.

© Jonny Linke

Von Jonny Linke

Kamenz. Es waren damals große Zeiten für die Partyregion. In einer Art und Weise, wie man sie bis dato selten kannte, wurde auf dem ehemaligen Ziegeleigelände in Miltitz groß gefeiert. Bis 2013 war die Open Air Reihe in dem kleinen Dorf in der Gemeinde Nebelschütz unweit von Kamenz zuhause. Jährlich strömten nicht nur reichlich Fans auf das abgelegene Partyareal, sondern auch Künstler, die gefragt und sehr bekannt geworden sind.

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Doch mit dem Wandel der Zeit war es für die Macher im Jahr 2013 die vorerst letzte Auflage gewesen. „Das Gelände stand uns damals nicht mehr zur Verfügung. Somit pausierte die Veranstaltung“, heißt es von den Veranstaltern Thomas Träber und Romano Meinert. So groß die damalige Trauer über das Aus war, so groß war die Freude über die Fortsetzung, welche am vergangenen Sonnabend stattfand.

Doch einiges hat sich geändert. Nicht wie früher auf dem ehemaligen Ziegeleigelände in Miltitz, sondern im Gewerbegebiet Ochsenberg auf dem Gelände des Autohaus Thomschke stieg das Event. Mit einem großen Zirkuszelt, wie man es auch von den früheren Partys gewohnt war und einer großen Open Air Bühne, gab es zwei Möglichkeiten, bei bestem Wetter und sehr guter Musik zu tanzen. Mit einer Mischung aus regionalen und weltweit bekannten Künstlern wollten die beiden Veranstalter dem Publikum zur neuen, jetzt 14. Auflage, etwas Besonderes bieten.

Und das haben sie. Auf zwei Floors gab es für jeden genau das Richtige. In dem großen schon am Tage von weiten erkennbaren Zirkuszelt gab es feinste Musik in dunkler Umgebung. Denn im großen Zelt bediente man sich dem reichlichen Nebel und mit dem wenigen Licht und sorgte dafür, dass man als Gast seine Sinne vollständig auf die Akustik schärfte. Nicht wie sonst am Rand stehend und mit dem Handy die Arbeit der Künstler filmend, sondern umhüllt von reichlich grauem, nicht schädlichem Nebel und dem einmaligen Klang in einem solchen runden Zirkuszelt. Wenig visuelle Reize, sondern fast ausschließlich akustische. Diese besondere Art zu feiern kam bei dem Publikum an.

Doch wer sich an diesem lauen Sonnabendabend nicht in einem Zelt vergnügen wollte, konnte dies auf der Mainstage mit Bühne, LED-Wand und reichlich Licht machen. Doch war hier die Musik zweitrangig? Weit gefehlt. Denn die vom Veranstalter und seinen Partnerfirmen verbaute Musikanlage, sorgte für einmalige, detailgetreue Klänge. Selten konnte man solch saubere Töne im Kamenzer Umland hören. Genau die richtige Umgebung, um mit einem Weltmeister diese Partyreihe neu aufleben zu lassen. Mit Sebastian König – weltweit bekannt als Eskei83 – war außergewöhnliche Stimmung programmiert. Weltweit ist der in Elstra geborene und im Kamenzer Gymnasium zur Schule gegangene Künstler unterwegs. „Ich freue mich sehr, in der Heimat spielen zu dürfen. Es besteht meist nur einmal im Jahr diese Möglichkeit, in Kamenz auf der Bühne zu stehen“, schwärmt Sebastian König. Mit seinen Künsten, bei welchem er in Windeseile seine Finger über Plattenteller, Drehschalter und Schubregler gleiten lässt, erschafft er einzigartige musikalische Werke.

Dass es einmal soweit kommt, hätte man im Gymnasium in Kamenz zur Schulzeit sicherlich nicht gedacht. „Ich habe Musik im Gymnasium abgewählt, weil es mir kein Spaß bereitete“, sagt König lächelnd. Umso mehr Spaß bereitete der sympathische Künstler nun den Fans. „Die Veranstalter haben hier Großartiges geleistet. Es ist echt toll“, so der DJ-Weltmeister. Und die Besucher waren happy. „Es war tolles Wetter und sehr gute Stimmung“, bestätigt Thomas Träber, „und das wäre ohne die zahlreichen Sponsoren heutzutage nicht möglich“. Doch ausruhen ist nicht. Am 7. Juli steigt im Schlosspark Oberlichtenau die größte Ü-30-Party Sachsens. „Tickets gibt es noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen“, sagt Träber.