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Dem Bahnhof geht bald wieder ein Licht auf

Radeberg. Silvia Mittmann aus Langebrück fährt jeden Montagabend mit dem Zug nach Radeberg. Hier singt sie dann im Kirchenchor. Und wenn sie sich anschließend wieder auf den Heimweg macht, dann tappt sie auf dem Bahnhofsvorplatz im Dunkeln.

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Von Jens Fritzsche

Radeberg. Silvia Mittmann aus Langebrück fährt jeden Montagabend mit dem Zug nach Radeberg. Hier singt sie dann im Kirchenchor. Und wenn sie sich anschließend wieder auf den Heimweg macht, dann tappt sie auf dem Bahnhofsvorplatz im Dunkeln. Und zwar nicht sprichwörtlich, sondern ganz realistisch. Denn es ist duster am Radeberger Bahnhof. Gerade jetzt, wenn es wieder zeitiger dunkel wird, fällt es wieder auf: Die große Laterne auf der Verkehrsinsel des Bahnhofsvorplatzes steht ohne Licht da. Das kann nicht sein, findet Silvia Mittmann. Und nicht nur sie. Auch die Radeberger Stadtverwaltung ist dieser Meinung. „Wir haben uns schon vor einiger Zeit um das Problem gekümmert“, erklärt Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Und er weiß auch, wo der Grund für die Dunkelheit zu suchen ist: „Die große Lampe auf der Mittelinsel wurde früher per Hand vom Bahnhofspersonal ein- und wieder ausgeschaltet.“ Jetzt aber ist der Bahnhof leer. Kein Bahnpersonal kümmert sich hier mehr um die Fahrgäste, geschweige denn um die Laterne auf dem Bahnhofsvorplatz... Also hat die Stadt jetzt einer Firma den Auftrag erteilt, die Laterne an das städtische Lampen-Netz anzuschließen, damit sie dann genauso wie die anderen Radeberger Straßenlampen leuchtet, wenn es dunkel ist.

Aber Silvia Mittmann beobachtet hin und wieder auch, dass ortsunkundige Reisende ziemlich hilflos auf dem Radeberger Bahnhofsvorplatz stehen. „Es gibt hier ja nicht mal einen Stadtplan, auf dem auswärtige Besucher erkennen können, wie sie ins Zentrum kommen“, wundert sich die Langebrückerin. Und auch ein Hinweis auf die Rufnummern der hiesigen Taxiunternehmen würde sie sich für Ortsunkundige wünschen. „Das mit dem Stadtplan wird sich ändern, wenn im kommenden Jahr die neue Übergangsstelle am Bahnhof gebaut wird“, blickt Stadtsprecher Jürgen Wähnert voraus. Denn dann wird hier neben dem Bahnhofsgebäude ein neuer Busbahnhof entstehen, „dort wird dann auch ein Stadtplan angebracht.“ Und Jürgen Wähnert nimmt auch den Hinweis von Silvia Mittmann auf, dass dort ebenfalls die Rufnummern der Taxiunternehmen zu finden sein werden.

Die Radeberg-Besucher brauchen also noch etwas Geduld...