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Dem Mercure Riesa geht ein Licht auf

Nicht nur die Sachsenarena soll am Montagabend in Rot strahlen, auch das einzige Vier-Sterne-Haus der Stadt.

Die Technik ist bereit: In der Nacht zu Dienstag soll auch das Riesaer Mercure-Hotel rot leuchten. Reiner Striegler ist Chef der Betreibergesellschaft Magnet.
Die Technik ist bereit: In der Nacht zu Dienstag soll auch das Riesaer Mercure-Hotel rot leuchten. Reiner Striegler ist Chef der Betreibergesellschaft Magnet. © Sebastian Schultz

Riesa. Zu den markanten bunt beleuchteten Hochhäusern an der Berliner Straße gesellt sich am Montagabend in der Nachbarschaft noch eine leuchtende Fassade: Die Betreiber des Riesaer Mercure-Hotels beteiligten sich an der bundesweiten Aktion „Night of Light“, bei der zwischen Nordsee und Alpen, Oder und Rhein Hunderte Veranstaltungshallen rot beleuchtet werden.

Die Organisatoren wollen damit auf die verheerenden Folgen der Corona-Verbote für die deutsche Veranstaltungswirtschaft aufmerksam machen. Durch die monatelange Absage von großen und mittleren Veranstaltungen drohen in der Branche zahllose Insolvenzen, zumindest aber gravierende wirtschaftliche Auswirkungen.

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Zwar haben das Mercure-Hotel und die dazugehörigen Restaurants im Riesenhügel nebenan längst wieder geöffnet. Die Umsatzzahlen in den Einrichtungen der städtischen Tochtergesellschaft Magnet dürften sich dieses Jahr aber kaum noch normalisieren. Denn ihr Geschäft hängt erheblich von Großveranstaltungen in der Arena oder der Stadthalle Stern ab: Tritt beispielsweise Roland Kaiser in Riesa auf, reisen aus ganz Deutschland Besucher an, auch Künstler und Techniker steigen dann in Riesa ab. 

Alles das ist seit März weggefallen.

Nach Angaben des Arenabetreibers FVG, ebenfalls eine städtische Tochtergesellschaft, hängen in der Region 300 bis 500 Arbeitsplätze an den Riesaer Veranstaltungen. „Die Zahl der direkt und indirekt Beschäftigten setzt sich neben den knapp 50 Festangestellten der FVG Riesa zusammen aus zahlreichen Pauschalkräften in den Bereichen Catering, Technik, Plakatierung oder Parkraumbewirtschaftung sowie vielen indirekt vertraglich gebundenen Dienstleistern“, sagt FVG-Sprecher Tobias Czäczine. 

Die Zahl sei von Produktion zu Produktion unterschiedlich und ergebe sich etwa aus Mitarbeitern von Security-, Reinigungs- und Technikfirmen, Mitarbeitern zum Aufbau von Tribünen oder den Betreibern des Arena-Caterings. Außerdem würden bei jeder Produktion Leute im Auftrag des örtlichen Veranstalters arbeiten.

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Neben dem Mercure-Hotel wird am Montagabend auch die Arena selbst angestrahlt. Am Abend sind betroffene Dienstleister dazu aufgerufen, auf dem Arenavorplatz zu zeigen, wer alles unter den Veranstaltungsverboten infolge der Corona-Maßnahmen leidet – vom Blumenladen über Pensionen und Getränkespezialisten bis zu Event-Spezialisten. „Da hängen viele kleine und mittlere Existenzen dran“, sagt FVG-Geschäftsführer John Jaeschke.

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