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Demitzer liefern Granit für die Mikroelektronik

Hochpräzise Maschinen arbeiten auf massiven Steinplatten. Beides wird weltweit exportiert.

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Von Constanze Knappe

Steinplatten für die mikroelektronische Industrie fertigt das Unternehmen Lausitzer Granit aus Demitz-Thumitz an. Die achtzig mal achtzig Zentimeter großen Platten werden aus Granitblöcken herausgesägt und anschließend auf der Oberseite und an den Kanten geschliffen, sagt Firmeninhaber Thomas Gläser.

Grober Granit und Mikroelektronik, die Genauigkeiten im Nanometerbereich erfordern – die Unterschiede können scheinbar kaum größer sein. Doch beides passt sehr gut zusammen. Denn die 123 Kilogramm schweren Platten aus Demitzer Granit dienen als Unterlage für hochempfindliche Maschinen und sollen deren festen Stand sichern. Gemeinsam mit der Präzisionstechnik werden die robusten Platten in alle Welt exportiert, worauf die Demitz-Thumitzer als Zulieferer stolz sind. Jede Platte verlässt mit vier Bohrlöchern den Steinmetzbetrieb. „In diesen Löchern werden später Halterungen verankert, um so in Erdbeben gefährdeten Gebieten ein Verrutschen der Maschinen zu verhindern“, sagte Thomas Gläser.

Etwa fünfzig Platten stellen die zwölf Mitarbeiter des Unternehmens, in dem gegenwärtig auch ein Lehrling ausgebildet wird, pro Jahr her. Abnehmer ist ein Unternehmen bei Großenhain, das auf die Fertigung von Maschinen für die Mikroelektronik spezialisiert ist.

www.lausitzergranit.de