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Den Brandschutz aktualisieren

Die Gemeinde Schönfeld soll dazu eine neue Analyse erhalten. Auch Risiken bei Firmen müssen jetzt neu bewertet werden.

Vor einem Jahr gab es die Förderung von Landrat Steinbach (2.v.l.) an Bürgermeister Weigel (2.v.r.) und die Kameraden für das neue Fahrzeug für Linz.
Vor einem Jahr gab es die Förderung von Landrat Steinbach (2.v.l.) an Bürgermeister Weigel (2.v.r.) und die Kameraden für das neue Fahrzeug für Linz. ©  Foto: Kristin Richter

Schönfeld. In diesem Jahr soll es endlich in Dienst gestellt werden, ein neues Löschfahrzeug für die Linzer Feuerwehr. Die Linzer haben einen Abschnitt der Autobahn mit zu betreuen und müssen entsprechend ausgerüstet sein. Dadurch sind die Kosten für das Fahrzeug auf 380.000 Euro geklettert. Die Gemeinde muss rund 100.000 Euro davon zahlen und kommt damit der Umsetzung ihres derzeitigen Brandschutzbedarfsplans  weiter näher.

Doch Gemeindewehrleiter Michael Kurz ist noch nicht zufrieden. Der seit 2006 gültige Plan ist längst nicht mehr auf aktuellem Stand. Damals wurde als Ziel für die Gemeinde u. a. ausgewiesen, dass die ersten neun Einsatzkräfte nach 13 Minuten am Brandort eintreffen müssen. "Heute sind neun Minuten gefordert", sagt Martin Meier von einer Leipziger Firma für Sicherheitskonzepte. Die soll eventuell für Schönfeld die Fortschreibung des Bedarfsplanes aufstellen. Wenn der Gemeinderat den Auftrag erteilt.

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Aller drei bis fünf Jahre muss so eine Planung erneuert werden. Auch für Schönfeld ist dabei wichtig, was für den Grundschutz vorgehalten werden muss. Und welche Ausstattung in der Gemeinde für besondere Risiken notwendig ist. Hier sieht Gemeindewehrleiter Kurz vor allem Nachholebedarf beim Brandschutz für Firmen. Brände bei Remondis, Kronospan oder Betrieben an der brandenburgischen Grenze müssten zu denken geben. Die Schönfelder Planung wird freilich die Kapazitäten der Nachbarkommunen mit einbeziehen. 

Bei einer Risikoanalyse geht es zum Beispiel um hohe Gebäude, Gefahren im biologischen und chemischen Bereich, Hochwasser bzw. die generelle Löschwasserversorgung. Auch eine Standortbewertung wird vorgenommen. Die Gemeinde wollte schon mal die Wehr Liega auflösen, hat diese Entscheidung dann aber doch wegen wachsendem Nachwuchs zurückgenommen. Der neue Bedarfsplan wird zeigen, ob dieser Entschluss sinnvoll war.  

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"Wir würden der Gemeinde investive und nicht-investive Maßnahmen mit einer Priorisierung vorschlagen", sagt Martin Meier. Bei drei Vor-Ort-Terminen würde sich die Leipziger Firma von den Gegebenheiten in der Gemeinde ein Bild machen. Diese Analyse ist für die Gemeinde förderfähig und Voraussetzung für weitere Investitionen. Gemeindewehrleiter Kurz sieht großen Bedarf, auch wenn die Finanzen Schönfelds begrenzt sind. 

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