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Den Dicken Turm gibt es jetzt in Silber

Touristen haben sich einen Anhänger mit einem Motiv aus Görlitz gewünscht. Dieser ist jetzt erhältlich. Es gibt aber auch eine Alternative.

Im Juweliergeschäft Voigt auf der Berliner Straße gibt es den Görlitzer Dicken Turm als Silber-Anhänger zu kaufen.
Im Juweliergeschäft Voigt auf der Berliner Straße gibt es den Görlitzer Dicken Turm als Silber-Anhänger zu kaufen. ©  André Schulze

Von Vanessa Hofer

„Der ist ein ganz knuffiger Kleiner“. Geradezu verliebt hält Ines Schulze-Voigt ihr Lieblingsstück in den Händen. Es ist der „Dicke Turm“, genauer gesagt ein Silberschmuckstück aus echtem Sterlingsilber, das die Inhaberin des Schmuckgeschäftes Juwelier Voigt auf der Berliner Straße gerade aus der Glasvitrine hinter dem Tresen geholt hat und nun stolz präsentiert.

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18 Millimeter misst der „Dicke“ in Silber, der im steinernen Original auf dem Görlitzer Marienplatz thront. Beim Juwelier Voigt kann man ihn nun als Kettenanhänger oder als Schmuck für das Armband exklusiv kaufen. Der Auslöser für dieses spezielle Schmuckstück mit Görlitz-Motiv seien Anfragen von Touristen gewesen, die gern etwas Höherwertiges als Erinnerung an ihren Besuch in Görlitz mitnehmen wollten, erzählt Schulze-Voigt. Als die Nachfragen nicht nachließen, habe man Kontakt mit der Silberkunstwerke-Manufaktur in Bad Gandersheim aufgenommen.

„Wir kannten uns schon und haben gemeinsam überlegt, welches Görlitzer Motiv sich am besten als Anhänger eignen würde“, so Schulze-Voigt. Ihr Favorit wäre der Meridianstein aus dem Stadtpark gewesen, aber auch die Peterskirche war im Gespräch. Letztlich wären diese beiden Motive aber zu massiv, zu schwer und auch zu teuer als Kettenanhänger geworden. Ob dieser 60 oder 100 Euro kostet, sei für manchen Kunden schon entscheidend, sagt die Inhaberin des Schmuckgeschäftes. Man habe genau die Finanzsituation der potenziellen Kunden einschätzen und kalkulieren müssen.

Als die Entscheidung für den „Dicken Turm“ gefallen war, wurden von diesem Handzeichnungen und auf deren Grundlage technische Zeichnungen am Computer gefertigt. Der abgesegnete Entwurf wurde dann im traditionellen Gießverfahren umgesetzt, das Schmuckstück anschließend poliert, hochwertig rhodiniert oder vergoldet. Beim Rhodinieren handelt es sich um eine Veredelung, die das Silber vor dem Anlaufen schützt und so für eine ständig glänzende Oberfläche sorgt. Vier bis sechs Wochen kann dieser Fertigungsprozess dauern.

Knapp 400 Motive gibt es

Jetzt hängen die fertigen Exemplare in der Vitrine des Schmuckgeschäftes und glitzern. Das Görlitzer Motiv reiht sich ein in viele andere, so den Wasserturm in Reichenbach, das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar oder den Gusseisernen Turm in Löbau. Insgesamt knapp 400 Motive von deutschen Bauwerken werden von der Silberkunstwerk-Manufaktur als Silberschmuck gefertigt. Ist die Nachfrage nach dem Görlitzer Wahrzeichen so gut, wie erhofft, kann sich Ines Schulze-Voigt vorstellen, vielleicht noch ihr Lieblingsmotiv, den Meridianstein, in ein silbernes Schmuckstück zu verwandeln.

Der „Dicke“ ist jetzt ganz filigran für 64 Euro auf der Berliner Straße zu haben. Wer das als zu teuer empfindet und nicht unbedingt ein Stück aus echtem Silber erwerben möchte, für den gibt es als schöne Erinnerung an einen Görlitz-Besuch die Sonderedition des beliebten „Altstadt-Pins“ im SZ-Treffpunkt im ersten Stock des City-Centers zu erwerben. Er zeigt in diesem Jahr die Altstadtbrücke mit Blick auf Zgorzelec und kostet zehn Euro.

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