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Ergotherapeuten bleiben die Patienten weg

Viele Praxen kämpfen wegen Corona ums Überleben. Videosprechstunde ist ein Kompromiss, löst aber das Problem nicht.

Von Stephanie Wesely
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Besser als gar keine Behandlung: Ergotherapeutin Maria Scholz erklärt MS-Patient Felix Würschmidt in der Videosprechstunde, wie er sich einen Mundschutz herstellen kann.
Besser als gar keine Behandlung: Ergotherapeutin Maria Scholz erklärt MS-Patient Felix Würschmidt in der Videosprechstunde, wie er sich einen Mundschutz herstellen kann. © Andreas Seidel

Felix Würschmidt muss während der Behandlung immer wieder seine linke Hand ausschütteln, um den Krampf loszuwerden. Auch sein Zittern behindert ihn, während er einen Mundschutz bastelt – diese Aufgabe steht heute auf dem Programm seiner Ergotherapiestunde. Der 26-jährige Chemnitzer sitzt Therapeutin Maria Scholz dabei aber nicht persönlich, sondern via Bildschirm gegenüber. „Die Möglichkeit der Videobehandlung haben wir für Patienten geschaffen, die aus Angst vor einer Coronavirusinfektion nicht in die Praxis kommen wollen“, sagt Praxisinhaberin Silke Thar. Doch das sei nur ein Kompromiss. Er hilft Patienten, erreichte Fortschritte zu erhalten und Therapeuten, noch ein paar Einnahmen zu generieren. Im normalen Praxisalltag würde sie dem Patienten bei solchen Krämpfen eine Mobilisationsbehandlung anbieten. „Jetzt kann ich ihm nur ein paar Übungen zeigen, wie er die Beschwerden loswerden kann. Das ist nicht dasselbe.“

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