SZ +
Merken

Den Fördermittelbescheid und neue Aufträge in der Tasche

Wirtschaft. Die Hess Lichttechnik Löbau GmbH gibt grünes Licht für Firmenerweiterung und baut Leuchten für den Postplatz in Dresden.

Teilen
Folgen

Von Holger Gutte

Endlich. Mit dem geplanten Erweiterungsbau der Hess Lichttechnik Löbau GmbH kann es losgehen. „Wir haben jetzt die Zusage für den Fördermittelbescheid. Spätestens Anfang September sollen die Bauarbeiten für die neue Halle beginnen“, sagt Geschäftsführer Christoph Hess. Für die Große Kreisstadt bedeutet das neben den bisher 43 Mitarbeitern 20 bis 25 zusätzliche Arbeitsplätze und Aufträge für die hiesige Baubranche. Schon jetzt profitieren etwa 50 Lieferanten aus Löbau und der näheren Umgebung von Hess. Der Erweiterungsbau wird dringend gebraucht. Dank der guten Auftragslage will Hess Licht+Form, das baden-württembergische Mutterunternehmen, den neuesten Hit des Unternehmens – die Leuchte „Sera“ – ausschließlich in Löbau herstellen. Wir lassen ja heute schon etwa 55 Prozent unserer Leuchten in Löbau bauen. Und das ist durchaus noch steigerbar“, sagt Senior-Geschäftsführer Jürgen G. Hess, der Chef des Villingen-Schwenninger Mutterunternehmens.

Mit dem Bau der Straßenleuchte „Sera“ wird sich die bisherige Produktion der Hess Lichttechnik Löbau GmbH fast verdoppeln. Allein 10 000 Leuchten dieses Typs sollen hier im Hallenneubau produziert werden. Das wäre die erste Serienfertigung in Löbau.

Interessiert schauten sich am Wochenende Bürgermeister aus allen neuen Bundesländern das große Spektrum der Hess-Leuchten an. Am Freitag konnten sie dafür erstmals den neu angelegten Leuchtenpark nutzen. Die Bürgermeister waren hier allerdings nicht die einzigen Interessierten. Etwa 160 Gäste hatten Vater und Sohn Hess ins Löbauer Werk im Gewerbegebiet West eingeladen. Unter ihnen waren zahlreiche Architekten, Leuchtendesigner, Straßenbauamtsleiter und Geschäftspartner von Rostock bis zum Vogtland.

Alle haben mit Hess-Produkten schon gute Erfahrungen gemacht. Stolz verriet am Freitag Jürgen G. Hess, dass er vormittags auch den Zuschlag für einen 350 000 Euro-Auftrag aus Dresden erhalten habe. Die sächsische Landeshauptstadt will jetzt mit Hess-Leuchten den Postplatz der Stadt neu bestücken. Natürlich werden die Leuchten in Löbau hergestellt, sind sich beide Geschäftsführer einig.

Das wäre auch so bei einem in Aussicht stehenden Auftrag für den Magdeburger Handelshafen. Hess beteiligt sich hier an der Ausschreibung. Noch steht aber nicht fest, wer am Ende hierfür den Zuschlag erhält. „Wir haben mit Hess-Leuchten gute Erfahrungen gemacht“, sagt Reinhard Kunze von „Iproplan“ aus Chemnitz. Das mit dem Bauvorhaben am Hafen beauftragte Architektur-Büro hatte vor nicht allzu langer Zeit auch am Projekt für die Bundesbank in Chemnitz mitgewirkt. Für 82 000 Euro baute die Hess Lichttechnik Löbau GmbH hier Leuchten und Spezialmasten mit Videoüberwachung und Alarmbeleuchtung.

Über drei Tage lang überzeugten sich 160 Besucher, potenzielle Kunden und Geschäftspartner jetzt über das Wochenende von der Leistungsfähigkeit von Hess. Betriebsleiter Reiner Schmidt gab ihnen beim Rundgang durch das Werk einen Überblick über die Produktion, vom Bearbeiten des Rohmaterials bis hin zur Lackierung und Montage. Die Gäste waren beeindruckt.