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Döbeln

"Den Pokalsieger nicht unterschätzen"

Marcel Wiesner, Trainer des VFV Spandau, freut sich auf das Gastspiel seines Damenteams bei den Handballerinnen der HSG Neudorf/Döbeln im DHB-Pokal.

Ausgeglichenheit und mannschaftlicher Zusammenhalt gehören laut Trainer zu den Stärken des VFV Spandau.
Ausgeglichenheit und mannschaftlicher Zusammenhalt gehören laut Trainer zu den Stärken des VFV Spandau. © Sven Hasper

Döbeln. Auch wenn der genaue Spieltermin noch nicht bekannt ist: Die Handball-Frauen der HSG Neudorf/Döbeln fiebern der 1. Runde im DHB-Pokal entgegen. In rund einem Monat treffen sie dabei in heimischer Halle auf den VFV Spandau. Die Berlinerinnen reisen als Meister der Oberliga Ostsee-Spree an, verzichten aber „aus sportlichen und finanziellen Gründen“ auf den Aufstieg. Unter anderem sei der Leistungssprung in die 3. Liga für seine Spielerinnen zu hoch, begründete Trainer Marcel Wiesner unlängst in einer Presseveröffentlichung. Neudorf/Döbeln ist für die Spandauerinnen nun absolutes Neuland. Coach Wiesner hat dem Döbelner Anzeiger dazu und zu seinem Team mehr verraten.

Herr Wiesner, als Staffelsieger der Oberliga Ostsee Spree gehen sie als klarer Favorit in die Begegnung. Oder sehen sie das anders?

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Ich denke eher, dass das ein Spiel ohne klaren Favoriten ist. Für beide Mannschaften ist es das erste offizielle Spiel einer neuen Saison, so dass wir auch erst mal schauen müssen, wo wir stehen. Die HSG Neudorf/Döbeln hat den Heimvorteil und wird sich vor eigenem Publikum gegen einen höherklassigen Gegner natürlich beweisen wollen. Für uns ist es eine ungewohnt lange Anreise, und wir sollten die Mannschaft, die den HVS-Pokal gewonnen hat, auf keinen Fall unterschätzen.

Marcel Wiesner (39) ist seit 2015 Trainer beim VFV Spandau. Vorher coachte er den SV Brandenburg-
West.
Marcel Wiesner (39) ist seit 2015 Trainer beim VFV Spandau. Vorher coachte er den SV Brandenburg- West. © Sven Hasper

Mit welchem Anspruch geht Ihre Mannschaft in die neue Saison und natürlich in den DHB-Pokal?

Unsere Zielstellung für die neue Saison ist erneut eine Platzierung unter den Top 3 in der Oberliga. Durch die Absteiger aus Schwerin und Altlandsberg ist die Konkurrenz natürlich noch etwas größer geworden. Zudem werden wir weiter die jungen Spielerinnen heranführen und ihnen mehr Verantwortung übergeben. Den DHB-Pokal sehen wir schon als Mehrwert und zusätzlich als Möglichkeit, um sich – wie jetzt mit der HSG Neudorf/Döbeln – mit anderen Gegnern messen zu können.

Worin sehen Sie Stärken Ihrer Mannschaft?

Sicherlich waren in der vergangenen Saison vor allem unsere Ausgeglichenheit und der mannschaftliche Zusammenhalt unsere beiden größten Stärken.

Was wissen sie von der HSG Neudorf/Döbeln? Werden Sie den Gegner vorher „beobachten“?

Wir erwarten einen sehr offensivstarken Gegner, der sowohl über drei bis vier zentrale Spielerinnen, aber auch über eine gute Breite verfügt. Dass sie trotz der personell angespannten Situation Platz 4 belegten, den Landespokal gewinnen konnten und dabei auch auf ihre Jugend gesetzt haben, spricht definitiv für die Mannschaft.

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