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Den Tagen mehr Leben geben

über die schwere Arbeit in der Palliativmedizin

Ina Förster

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Mit diesem Zitat der britischen Krankenschwester Cicely Saunders wurde gestern die neue Palliativstation im Kamenzer Malteser-Krankenhaus eröffnet. Bestimmt hatte der ein oder andere den Spruch schon vorher irgendwo gehört. Und ihn für sich ausgewertet. Dass er wirklich stimmt zum Beispiel. Oder dass man viel zu oft nicht nach diesem Vorsatz lebt. Aber nie passte er besser als gestern auf diese Eröffnung.

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Wir alle waren richtig neugierig auf die neue Errungenschaft der Malteser. Aber wir alle hofften wahrscheinlich auch heimlich, dass wir so schnell nicht wiederkommen müssen. Nicht als Besucher und erst recht nicht als Patient. So wichtig diese Station ist, so verkörpert sie doch wie keine andere die Endlichkeit unseres Seins. Respekt gebührt deshalb jenen Menschen, die hierhin tagaus, tagein zur Arbeit gehen. Sicherlich sollte man die Schicksale nicht zu nah an sich heranlassen. Mal wird das gelingen, mal nicht. Die Patienten sind im Durchschnitt nur zehn Tage hier, werden für ihren letzten Weg ausgerüstet, ehe sie zum Sterben nach Hause, ins Heim oder auch in ein Hospiz geschickt werden. Aber es ist ihre zumindest vorletzte Station. Viel Kraft also für die künftige Arbeit!