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Denkmalamt lehnt Reitweg ab

Die Pläne für die Neugestaltung des Schlossparkes stoßen beim Denkmalschutz auf Vorbehalte. Jetzt muss neu geplant werden.

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Von Thomas Drendel

Der Wiederaufbau des Wachauer Schlossparkes kommt nicht voran. Das Landesdenkmalamt wird den eingereichten Plänen der Gemeinde Wachau in der jetzigen Form nicht zustimmen. Das bestätigte der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU). Auf Ablehnung stoßen insbesondere der geplante Reitweg durch den Park und die Beleuchtung der Anlage. „Sie werden so nicht genehmigt“, sagt der Bürgermeister.

Der Reitweg war auf einen Vorschlag des Pferdesport-Vereins Wunder Land zurückgegangen. Er hatte eine kurze Verbindung zwischen seiner Unterkunft und den Ställen gefordert. Der Reitweg sollte wie vergleichbare Wege beispielsweise in Moritzburg aussehen: Schmal und mit Rindenmulch bedeckt. Er sollte parallel zu einem Parkweg verlaufen. Veit Künzelmann hatte sich schon damals skeptisch geäußert. „Wenn das Schloss eines Tages verkauft ist, werden wir an der Schlosszufahrt Probleme bekommen“, sagt er. Mit der Ablehnung durch das Denkmalamt könnte jetzt die ursprünglich von ihm vorgeschlagene Variante zum Zuge kommen. „Er müsste außen um den Park herumgeführt werden. Die Wiese ist Gemeindeland, da gibt es keine Probleme“, sagt er.

Nach den Plänen der Gemeinde sollen im Park auch Laternen stehen. „Sie werden an den wichtigsten Wegekreuzungen aufgestellt“, sagte Susann Becker vom Planungsbüro Schubert bei der Präsentation des Projektes. An den Sitzgruppen waren sogenannte Pollerleuchten vorgesehen. „Sie sollten eventuell mit LED-Lampen bestückt werden. Dann wären sie dimmbar. Auch das ist bei den Denkmalschützern auf Ablehnung gestoßen. Außerdem stieß die geplante Bepflanzung des Parkes an einigen Stellen auf Ablehnung. Jetzt wollen sich Gemeindeverwaltung und Planungsbüro erneut zusammensetzten. Die Planer sollen eine neue Version erarbeiten. Sie wird dann erneut dem Landesdenkmalamt vorgelegt. Nach den Angaben von Susann Becker müssten im Park zunächst 95 Baumstümpfe beseitigt werden. Anschließend könnten zahlreiche neue Bäume, darunter Fichten, Kiefern oder Scheinzypressen, gepflanzt werden. Insgesamt sind das 62 Bäume und rund 1 800 Sträucher. Nächster Bauabschnitt wäre dann die Wiederherstellung der Wege. Sechs Sitzgruppen mit je zwei Bänken sollen entstehen. Knapp 334 000 Euro soll nach ersten Schätzungen der Wiederaufbau des Wachauer Schlossparkes kosten. Die Gemeinde würde nach einer Genehmigung nicht unmittelbar mit der Umsetzung beginnen. „Dazu haben wir momentan nicht das Geld, sagte der Bürgermeister.