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Denkmalschutz muss intelligenter werden

über die Hürden des Denkmalschutzes

Birgit Ulbricht

Sind Sachsens Innenstädte noch zu halten? Solche Fragen stellen sich Stadtplaner und Politiker inzwischen. Sie würden zunehmend „perforiert“, sagt Staatssekretär Dr. Wilhelm. Sprich, hier eine Lücke, da eine Lücke und dort die nächste Ruine - und wenig Chancen, dem mit herkömmlichen Mitteln Einhalt zu gebieten. Nach der Platten-Abrissphase rollte die zweite große Leerstandswelle auf uns zu, sagten die Redner auf dem Symposium zur Stadtentwicklung ziemlich einhellig. Uwe Wildenauer von der Wüstenrot Städtebau gab dem Staatssekretär mit auf den Weg, was wohl viele inzwischen so sehen - der Denkmalschutz muss seine hohen Hürden senken. Und vielleicht nicht nur das, sondern einfach modern denken. Das bedeutet ja nicht gleich, sämtliche Kulturgüter wegzureißen. Aber auch Denkmalschutz muss intelligenter werden. Wir können nicht jeden Schutthaufen stehen- oder besser liegenlassen, nur weil eine Behörde das so will. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Selbst Kommunen weigern sich inzwischen schon, allzu lebensfremde Vorgaben zu bezahlen. Erinnert sei nur an die Archivdecke im Innenhofgebäude des Rathauses. Letztlich steht das Haus immer noch unsaniert da und wurde nicht zum Stadtarchiv, weil der Denkmalschutz einfach zu viel forderte. Und was hat er damit nun gekonnt?

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