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Denkmalschutz muss vorgehen

Tobias Wolf über den Fall einer Blasewitzer Villa

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Blasewitzer Villa ist nur noch ein Trümmerhaufen

Blasewitzer Villa ist nur noch ein Trümmerhaufen

Nach dem Abbruch geht die Stadt jetzt gegen den Eigentümer des Grundstücks vor. Das Rathaus hält die Aktion für illegal.

Justitia – die Gerechtigkeit – ist bekanntlich blind, damit sie ohne Ansehen der Person zu objektiven Urteilen kommen kann. Auch im mit Unklarheiten nur so gespickten Fall um den Abbruch eines Blasewitzer Baudenkmals muss das gelten. Drei Brände, ein Abriss und eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft werfen dennoch Fragen auf. Fakt ist, dass die inzwischen zur Ruine verkommene Villa auf der Tolkewitzer Straße auf einem Grundstück steht, das sich getrost als eine der besten Baulagen in Dresden bezeichnen lässt. Denkbar ist ebenso, dass findige Investoren mit einem Neubau vielleicht ganz andere Werte auf dem Areal schaffen könnten, als es mit einer einzigen und im Unterhalt vielleicht nicht ganz billigen Villa möglich ist. Neubauwünsche der Eigentümer sollen sie laut Bürgermeister Lunau gegenüber der Stadt „signalisiert“ haben. Mehrfach beantragte Abrissgenehmigungen für das Gebäude hat das Rathaus in der Vergangenheit trotzdem immer abgelehnt. Denn es geht um etwas Grundsätzliches. Baudenkmäler wie diese Villa sind Ausdruck Dresdner Baukultur und Stadtgeschichte. Gesetze schützen sie. Sonst wäre vielleicht manch schönes altes Haus längst einem Wohnblock mit teuren Eigentumswohnungen gewichen. Das sollte im Sinne aller Dresdner nicht passieren.

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