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Denkmaltag unter freiem Himmel

Eigentlich findet der Tag des offenen Denkmals dieses Jahr nur im Netz statt. Görlitz geht einen Sonderweg.

So schönes Wetter und keine dramatische Corona-Entwicklung braucht Görlitz für seinen Tag des offenen Denkmals. Auch der Postplatz wird eine Rolle spielen.
So schönes Wetter und keine dramatische Corona-Entwicklung braucht Görlitz für seinen Tag des offenen Denkmals. Auch der Postplatz wird eine Rolle spielen. © André Schulze

Los geht es mit Open-Air-Kino im Nikolaizwinger. Gezeigt wird der Film „Der wunderbare Garten der Bella Brown“. Das passt zum Thema: Der Tag des offenen Denkmals führt dieses Jahr in Görlitz nicht in die Hallenhäuser, ins Weinberghaus oder den Braunen Hirsch. Sondern in Gärten.

Denkmale deutschlandweit im Internet zu sehen

Eigentlich führt der Denkmaltag dieses Jahr nirgendwohin. Zumindest nicht im analogen Leben. Wegen Corona wird er ins Internet verlegt. Görlitz geht offenbar einen Sonderweg. „Obwohl die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in diesem Jahr dazu einlädt, Denkmale aus der ganzen Republik virtuell kennenzulernen, möchte die Stadt Görlitz den Tag des offenen Denkmals am 13. September begehen“, schreibt die Stadt auf ihrer Internetseite. Bereits mit dem Tippelmarkt hatte sich Görlitz an einer Großveranstaltung unter besonderen Bedingungen – mit Verkehrskonzept für Fußgänger, Abstand, Hygienemaßnahmen – versucht. 

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Auch der Tag des offenen Denkmals werde nicht in vollem, gewohnten Umfang stattfinden. Das Programm aber lasse „unter den gegebenen Sicherheitsmaßnahmen eine reale Erkundung unserer Kulturschätze zu“ – indem das meiste unter freiem Himmel stattfindet. „Denk mal Grün: Historische Parks und Stadtgärten“ lautet das Motto. Im Mittelpunkt sollen die Zwingeranlagen und der Stadtpark stehen. So geht es bereits am Abend des 12. September los mit dem Open-Air-Kino im Nikolaizwinger.

Katholische Kirche lädt zum Gartenkonzert

Damit stehen zwar Denkmale im Vordergrund, die zumindest in den Sommermonaten ohnehin offen sind. Um sie neu zu entdecken, sind Führungen geplant. So geht es zum Beispiel bei einem Spaziergang im Stadtpark mit Christian Freudrich vom Städtischen Bau- und Liegenschaftsamt um die „Vergangenheit und Gegenwart eines besonderen Gartendenkmals.“ Mit den Prugger-Landschaftsarchitekten aus Pirna führt ein Spaziergang durch die Rosenterrasse. Stadtplaner Friedemann Dreßler wird durch den „jüngsten Barockgarten Deutschlands“ führen, den Park des Ochsenzwingers. Um „Historische Wehranlagen im Wandel“ geht es bei Denkmalamtsleiter Tobias Panke.

Unter freiem Himmel soll es auch Musik geben, darunter im Ochsenzwinger, im Garten des Bischöflichen Ordinariats an der Ossietzkystraße, auf dem Nikolaifriedhof. Wie die Stadt mitteilt, finden alle Veranstaltungen unter Abstands- und Hygienevorschriften statt. Das heißt beispielsweise, dass Personenzahlen begrenzt sind. So auch für Gäste, die auf den Nikolaiturm möchten: Einige Denkmale in geschlossenen Räumen sind im Programm mit dabei, darunter einige Kirchen, die Stadthalle, das Schloss Ober-Neundorf.

Bereits am späten Sonnabendabend, also dem 12. September, wird Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger die Sonnenorgel in der Peterskirche erklären - und spielen.
Bereits am späten Sonnabendabend, also dem 12. September, wird Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger die Sonnenorgel in der Peterskirche erklären - und spielen. ©  Archiv/Pawel Sosnowski

Auf Tippelmarkt folgt Handwerkermarkt

Das Gerhart-Hauptmann-Theater hat für seine neue Spielzeit ohnehin Vorkehrungen getroffen: Kleinere Besetzungen sowie Abstand gelten nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum. Zum Denkmaltag wird das Theater bei zwei Vorführungen zeigen, wie das funktionieren wird. Erfahrungen hat auch der Städtische Kulturservice bereits bei der Organisation des Tippelmarktes gesammelt. Zum Tag des offenen Denkmals veranstaltet er wieder den Handwerkermarkt. Anders als beim Tippelmarkt soll es dieses Mal auch ein gastronomisches Angebot in kleinem Rahmen und ein kleines Bühnenprogramm geben. Tische und Stühle vor der Bühne sollen so aufgebaut sein, dass Abstand halten gut machbar ist, erklärt Marktmeister und Kulturservice-Mitarbeiter Tino Wallor. Abhängig ist das aber auch davon, wie sich die Corona-Lage bis September entwickelt.

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