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Deponie-Betreiber hofft auf neue Bahntrasse

Immer weniger Lastzüge kommen zur TKK-Deponie bei Biehain. Mitarbeiter mussten schon entlassen werden.

Von Steffen Gerhardt

Wie lange die Deponie bei Biehain noch offen ist, das kann und will die Geschäftsführung der Ton- und Kieswerke nicht voraussagen. Fakt ist aber, dass die Transporte zur TKK rückläufig sind. Geschäftsführer Dietmar Tzschoppe begründet das damit, dass die TKK schon beizeiten ihre Geschäftspartner darüber informierte, dass die Aufnahmekapazitäten nur noch begrenzt sind.

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Mehrere Großkunden der TKK mussten sich eine andere Deponie für Baustoffe suchen, die nächste ist bei Dresden. Dem Unternehmen gehen damit Einnahmen verloren und besonders Firmen aus der Oberlausitz haben nun den längeren Weg nach Dresden. „Die Hoffnung unserer Kunden ist also groß, dass es bei uns weitergeht“, sagt der Geschäftsführer. Das sollte es auch, denn die zweite Deponie war schon für dieses Jahr vorgesehen. Nun beginnt jetzt erst das Prozedere um die neue Deponie von Neuem. Die Landesdirektion hat den ersten Antrag aufgrund von Verfahrensfehlern und fehlenden Dokumenten an die TKK zurückgegeben. Die Geschäftsführung hat daraus gelernt und nun einen Antrag, abgeheftet in fünf statt bisher vier Aktenordnern, abgegeben. Dieser liegt gegenwärtig der Landesdirektion zur Prüfung vor. Eine Antwort steht noch aus.

Aufgrund der bevorstehenden Deponieschließung fährt das Unternehmen auf Sparflamme. Mit der Geschäftsführung sind es noch sieben Leute, die bei der TKK beschäftigt sind. Vorher waren es mal bis zu 18 Mitarbeiter, die das Unternehmen zählte. Die Entlassenen und neuen Interessenten warten darauf, eine berufliche Chance bei der TKK zu bekommen. Diese könnte sich anbahnen, wenn die Deutsche Bahn die Niederschlesienmagistrale zweispurig ausbaut. „Wir sind mit den Baufirmen im Gespräch, um Sande und Kiese für den Bahnausbau zu liefern“, sagt Mitarbeiterin Heike Wieland. Sie ist zuständig für den Einkauf. Der Standortvorteil nahe an der Bahnstrecke, und dass der Güterbahnhof Horka zum Umschlagplatz für Baustoffe und Materialien während der Bauphase werden soll, spricht für die TKK.

Denn dass der Betrieb auf Sparflamme läuft, bekommen auch die zu spüren, die die TKK bisher unterstützt. „Wir haben unser Sponsoring so gut wie eingestellt“, sagt die Geschäftsführung. Somit bekommen die Nieskyer Tornados keinen Zuschuss mehr, ebenso umliegende Kindereinrichtungen und Vereine.