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Deponie mit Görlitzer Hausmüll ist nun dicht

Sachsen hat knapp zwei Millionen Euro investiert. Der Sanierung ging ein jahrelanger Streit um die Zuständigkeit voraus.

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Von Jan Lange

Die Arbeiten zur Abdichtung der ehemaligen Deponie „Alter Hutberg“ in Ostritz wurden jetzt abgeschlossen. Darüber informiert Andrea Krieger von Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien und Baumanagement (SIB). Mit der Ostritzer Deponie, die 1989 stillgelegt wurde, ist eine der letzten noch unsanierten Altdeponien im Kreis in Ordnung gebracht worden. Auf dem Gelände wurden zu DDR-Zeiten der Hausmüll der Ostritzer und Görlitzer wie auch Abfälle aus dem NVA-Panzerlager entsorgt. In den 1990er Jahren war regelmäßig Sickerwasser in die Kanalisation geflossen, eine Gefährdung für die Bürger bestand aber nicht. Zwischen Ostritz und Görlitz hatte sich in der Folge ein Streit um die Verantwortung für die Sanierung entwickelt. Nach jahrelangem Streit wurde der Freistaat Sachsen 2006 Eigentümer der Deponie und nahm die jetzt abgeschlossene Sanierung in Angriff. Begonnen hatten die Arbeiten im Juli 2011. Seitdem wurden über 15 000 Kubikmeter Deponie- und Bodenmaterial ausgetauscht, bevor die mehr als drei Hektar große Fläche dauerhaft abgedichtet wurde. Über diese Abdichtung wurden nochmals verschiedene Bodenschichten aufgetragen. Den Abschluss bildet eine Schicht Mutterboden.