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Der 13. Streich am Kamenzer Klostertor

Die Straßenfest-Kommune lädt nächste Woche zur kultigen Stadtteil-Party ein. Noch wird „Kunst & Krempel“ gesucht.

Von Ina Förster

Ja, sie leben noch. Und ja – sie haben immer noch viele Ideen und den nötigen Tick Leidenschaft, den man für solche verrückten Sachen braucht. Die etwa 30-köpfige Straßenfest-Kommune von Kamenz feiert in wenigen Tagen die 13. Ausgabe ihrer Altstadtparty am Klostertor. Und Tausende Besucher feiern mit. Obwohl man ein klein bisschen in die Jahre gekommen ist – leiser wird es nicht zugehen. Versprochen! Man kennt sich, man sieht sich. Wenn auch nicht oft, dafür gerade wieder öfter.

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Seit Wochen steht das Programm für die Fete am 14. Juni. Ursprünglich wollte man den Termin dafür dieses Jahr etwas später im Juli ansetzen. Auch wegen der Fußball-WM und der Nähe zu Pfingsten. Aber am Ende haben sich alle auf das traditionelle Wochenende geeinigt. Das runde Leder wird deshalb an diesem Abend weiter rollen. Man hat schon Glück, dass nicht wie vor zwei Jahren ein Deutschland-Spiel ins Haus steht. „Egal wie, wir ziehen durch“, so Steffen Lorenz. „Unsere Fans kommen so oder so. Da sind wir zuversichtlich“, sagt der Mitorganisator. Früher hat es schon manches Mal gewittert, geregnet oder gestürmt. Früher wohnte Steffen Lorenz noch selber hinterm Klostertor. Seit etlichen Jahren aber nicht mehr. So ging es vielen, die mittlerweile ein paar Straßen oder ganze Stadtviertel weiter gezogen sind. Der Kommune haben sie jedoch die Treue gehalten. Denn nur so funktioniert es auch. Dieser eine Sonnabend im Juni ist nämlich harte Arbeit für das Team. Da braucht es Enthusiasmus, starke Nerven und Durchhaltevermögen. Nicht nur die privaten Hinterhöfe müssen geöffnet, geschmückt und bewirtschaftet werden. Auch noch auf der Straße selbst und auf diversen Bühnen soll schließlich etwas laufen. Viele Bands, Künstler, Vereine sind deshalb schon vor Monaten gebucht worden. Die meisten sind Wiederholungstäter. Auch und vor allem wegen der netten Leute im Viertel und dem urigen Ambiente. Wie bei jeder Privatinitiative in Stadt und Land müssen die Finanzen allein gestemmt werden. Ein paar nette Sponsoren finden sich aber natürlich immer. Wie 2014 die Ostsächsische Sparkasse sowie die Sächsische Zeitung, von deren Geld ein Großteil der Künstlergagen abgedeckt wird. Der Rest ist Eigenleistung. Was nicht hoch genug anzuerkennen ist, finden die meisten. Zumal der Eintritt seit 13 Festen frei ist.

Die Kommune sucht Trödel, Kunst, Ramsch und Seltenheiten für die Versteigerung „Kunst & Krempel“. Abzugeben bitte bei Bürocom Suchy.