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Der Elbepark ist weiter auf Wachstumskurs

Das Einkaufszentrum gehört zu den 34 beliebtesten in Deutschland. Jetzt wird daneben noch ein Möbelmarkt gebaut.

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© André Wirsig

Gordon Knabe hat ein turbulentes erstes Jahr als Centermanager des Elbeparks hinter sich. Trotz langem Winter und Schließtagen während des Juni-Hochwassers konnte er übers Jahr den Umsatz um sieben Prozent steigern und noch mehr Kunden für das Einkaufszentrum im Dresdner Norden gewinnen. Und dann war da noch das Problem mit der Verkaufsfläche, die nun zurückgebaut werden muss. Im Interview mit der Sächsischen Zeitung erklärt der 39-Jährige die Details und gibt einen Ausblick auf die Vorhaben 2014.

Herr Knabe, die Verkaufsfläche im Elbepark soll sich laut Stadtratsbeschluss verringern. Werden dafür jetzt Läden geschlossen?

Nein, wir werden die bestehende Verkaufsfläche anders reduzieren. Sobald ein Mietvertrag ausläuft, werden wir den jeweiligen Laden umbauen und dessen Verkaufsfläche verkleinern. So werden wir in den kommenden sechs Jahren 2 500 Quadratmeter zurückbauen. Das wird auch von der Stadtverwaltung kontrolliert.

Im vergangenen Jahr haben 10 Millionen Kunden den Elbepark besucht. Wo kommen diese her?

Der Elbepark ist in meinen Augen nicht nur ein reines Einkaufszentrum. Die Kunden kommen aus verschiedenen Gründen hierher: wegen des Möbelhauses, zur Nahversorgung, zum Shoppen und zur Unterhaltung. Damit meine ich das UCI-Kino, die Bowlingbahn und das Hamam-Bad. Auch der Indoor-Spielplatz Kuddeldaddeldu wird sehr gut angenommen. Letztes Jahr haben ihn 100 000 Kinder besucht. Außerdem haben wir ein Einzugsgebiet, in dem rund zwei Millionen Kunden wohnen, die durchschnittlich eine Stunde hierherfahren. Es erstreckt sich von Südbrandenburg über Döbeln, von Freiberg entlang der tschechischen Grenze bis nach Bautzen.

Wie wollen Sie die Kunden- und Umsatzzahlen noch weiter steigern?

Ich möchte einerseits den Bekanntheitsgrad des Elbeparks über die Werbung weiter erhöhen. Deshalb starten wir im Regionalfernsehen unser „Center Park TV“, das über Angebote und Ereignisse berichtet. Zudem sind wir in diesem Jahr Partner des Modelcastings „Face of the Germany“. Das Halbfinale wird deshalb auch im Elbepark stattfinden. Andererseits möchte ich weiter neue Mieter finden, die mit ihren besonderen Angeboten die Vielfalt im Elbepark steigern.

Gibt es konkrete Interessenten, die ihre Geschäfte bei Ihnen eröffnen möchten?

Wir sind ständig in Gesprächen mit Interessenten und müssen nicht auf Anfragen warten. Schließlich belegt der Elbepark im aktuellen Shopping-Center-Performance-Report der Mieterbeliebtheit Platz 34 unter den 400 Einkaufszentren Deutschlands. Abgefragt wurden dabei unter anderem die Zufriedenheit in Sachen Umsatzentwicklung und die Entwicklung der Besucherzahlen. Beide haben seit dem Umbau des Elbeparks 2009 ständig zugenommen. Das macht sich auch in unseren Anfragen und Geschäftseröffnungen bemerkbar. Letztes Jahr hat Cyberport neu eröffnet. Aktuell verhandeln wir mit Jeans Fritz und Hunkemöller, einer Dessous- und Unterwäschekette.

Auf dem Grundstück neben dem Elbepark war bis vor Kurzem ein Bauschild zu sehen. Es kündigte die Errichtung eines Bürohauses an. Warum ist es verschwunden?

Hier errichtet die Möbel Walter AG, die ebenso wie der Elbepark zur Unternehmensgruppe Krieger gehört, einen Sconto-Möbelmarkt. Bereits in 14 Tagen sollen die Bauarbeiten dafür beginnen. Die Eröffnung ist zum Jahresende geplant. Der Sconto-Markt in Nickern bleibt weiter bestehen.

Das Gespräch führte Kathrin Kupka-Hahn.