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Der erste Kreuzweg

An mehreren Stationen können die Leiden Jesu Christi erlebt werden. Das Kreuz dafür ist extra gebaut worden. Und das Wochenende bietet noch mehr.

Von Carla Mattern

Innehalten. Christen in aller Welt nutzen die Passionszeit dafür. Sie beginnt Aschermittwoch und endet Ostern. Den Leidensweg Jesu Christi, also sein Leiden, Sterben und die Kreuzigung, spielen jetzt eine große Rolle. Mitglieder der evangelischen Trinitatisgemeinde am See, zu der See, Kollm und Petershain gehören, haben jetzt zum ersten Mal einen Kreuzweg vorbereitet. Er beginnt am heutigen Sonnabend, um 15 Uhr, an der Kirche in See.

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Die Idee dafür hatten zwei Mitarbeiter, die besonders aktiv in der Kinderarbeit sind, sagt Christian Huth, Pfarrer der Trinitatisgemeinde am See. Eine kleine Gruppe von vier Personen sowie Helfer aus der Jungen Gemeinde haben sich um das Vorbereiten des Kreuzwegs gekümmert. Er ist besonders für Familien geeignet. Es ist ausdrücklich gewünscht, dass auch Kinder sich mit auf die Spurensuche begeben, sagt Christian Huth.

Sieben Stationen erwarten die Kreuzweggänger. Alle befinden sich in See, liegen unweit des Ausgangsorts. An den verschiedenen Standorten geht es immer darum, dass die Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder erleben und nachempfinden, was Jesus durchgemacht hat, sagt der Pfarrer. Dass sich die sieben Orte allesamt in See befinden, soll ebenso verdeutlichen, dass auch Jesus an verschiedenen Orten Verschiedenes erlebt und durchgemacht hat. Diese Orte zum Innehalten und für den Kreuzweg sind die Kirche in See, der Pfarrgarten, eine Hecke in der Nähe des Hofeteichs am Spielplatz, der Pfarrhof, der Hofeteich, das Sühnekreuz an der Martin-Voß-Straße und die Leichenhalle.

Inhaltlich erfahren die Kreuzwegteilnehmer etwas zum Thema Angst, Einsamkeit, den Verräterkuss, die Vergebung, Verleugnung, das Reinwaschen und nicht zuletzt, dass der Tod nicht das Ende bedeuten muss. Sie bekommen dazu kleine szenische Darstellungen geboten, hören kurze Lesungen und Motetten, erfahren etwas aus der Chronik von See. Für den Kreuzweg wurde eigens ein kleines Programmblatt vorbereitet, und der Katechet der Gemeinde fertigte ein Kreuz an, das auf dem etwa zweistündigen Weg durch See von der Gruppe mitgeführt wird. Wie viele sich dem Kreuzweg anschließen werden? „Wir wissen nicht, wie viele kommen werden. Vielleicht zwanzig oder dreißig Leute“, sagt Christian Huth.

In Niesky gibt es am Wochenende sowohl Wissenswertes als auch Besonderes. Das Hilfswerk Misereor macht bei der Fastenaktion 2014 hier Station. Thema sind Not und Elend in Uganda. Die Kollekte, welche am Sonntag in der Sankt Josef Kirche in Niesky gesammelt wird, kommt dann einem Projekt zugute, dass dort der Landbevölkerung hilft.

Kirchenwoche: 14- bis 25-Jährige sind eingeladen, vom 2. bis 10. August dabei zu sein.