merken
PLUS

Der erste Schritt ist getan

über das Gespräch von Bürgern und Freistaat

Catharina Karlshaus

Die Überraschung war perfekt: Als sich gestern Mittag die Großenhainer Bürgerinitiative „Pro Flugplatz“ und die Vertreter des Freistaates Sachsen voneinander verabschiedeten, schien alles wieder offen. Nicht nur, dass beide Seiten erstmals miteinander geredet haben. Die Vertreter unterschiedlicher Interessenslagen hatten sich überdies einvernehmlich darauf geeinigt, nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Nach einer Lösung, die sowohl die Industrieansiedlung als auch die Fliegerei berücksichtigen soll. Wer hätte das vor ein paar Tagen gedacht?

Anzeige
Ich und mein Haus im Alter
Ich und mein Haus im Alter

Wer Wohneigentum besitzt, kann mit klugen Entscheidungen seinen Lebensabend entspannter gestalten. Hier geben Immobilien-Experten Auskunft:

Am wenigsten die Großenhainer Stadtväter nebst gewählten Bürgervertretern wohl selbst. Vor lauter Dankbarkeit, dass der Alleineigentümer der Fläche das hochgradig kontaminierte Gebiet zum Industriepark entwickeln will, haben sie nämlich eines vergessen: Auf die Stimme ihrer eigenen Bürger zu hören. All jene anzuhören, die nicht etwa gegen die Ansiedlung eines Unternehmens und damit der Schaffung neuer Arbeitsplätze sind. Sondern all jene, die dieses Vorhaben durchaus unterstützen, allerdings unter Beibehaltung einer einhundertjährigen Tradition in der Stadt.

In kommunalpolitischen Situationen wie diesen geht es eben nicht darum, gleich alle Pläne komplett aus dem Rathausfenster zu werfen, Andersdenkenden wie zu alten Zeiten zu drohen oder sie mit Sarkasmus kaltzustellen. In Lebenssituationen wie diesen geht es darum, miteinander zu reden und nach einer Lösung zu suchen. Der Freistaat hat diese Größe gestern bewiesen.