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Der große Preis von Lawalde

Zum Dorffest wird beim Bobbycar-Rennen wieder um Bestzeiten gekämpft. Dieses Jahr gibt es eine neue Rennkategorie.

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Von Marcus Scholz

Lawalde. Wenn die Rennfahrer auf den kleinen Spielzeugautos zum Bobbycar-Rennen in Lawalde die 200 Meter lange Rennstrecke hinunterbrettern, herrscht abseits des Parcours Feierstimmung. Auch dieses Jahr, zum mittlerweile elften Mal, soll das wieder so sein. Denn die vom Lawalder Karnevalsclub organisierte Veranstaltung ist eine Besondere. „Beim Karneval ist alles schief, deswegen haben wir das elfte Bobbycar-Rennen zum Jubiläumsrennen auserwählt“, sagt Organisator Andreas Fiedler. Gefahren wird wie immer in verschiedenen Alters- und Rennklassen. Den Anfang machen die Kleinen bis zehn Jahre, dann folgt die Jugendklasse. Dem anschließenden Rennhöhepunkt haben die Zuschauer in den vergangenen Jahren immer am meisten entgegengefiebert. In der sogenannten offenen Rennklasse duellierten sich nämlich die Fahrer mit selbst gebauten Bobbycars um die schnellsten Streckenzeiten. Das wird in diesem Jahr ein bisschen anders, denn die Organisatoren haben sich zum schiefen Jubiläum etwas ganz Besonderes überlegt. „Wir haben extra für dieses Jahr eine Spaßklasse gegründet“, sagt Andreas Fiedler. Zu den Teilnehmern werden am Sonntag Mitglieder von befreundeten Karnevalsclubs gehören.

Für das spaßige Rennen haben bereits die Faschingsvereine aus Löbau, Friedersdorf und Schönbach zugesagt. Und wie es sich für waschechte Karnevalisten gehört, werden die närrischen Rennfahrer sich in ausgefallenen Kostümen die Strecke hinunterstürzen. Einfach, ist das nicht. Denn für eine fehlerfreie und schnelle Fahrt, kommt es auf Geschick und eine gehörige Portion Mut an. Los geht es wie immer auf einer steilen Startrampe. Danach erschweren Hindernisse die kurvenreiche Fahrt ins Ziel. „Am meisten bereiten den Fahrern die Wippe und der Tunnel Probleme“, sagt Fiedler. Für das Rennen am Sonntag habe man sogar noch kleine Modernisierungen entlang der Rennstrecke vorgenommen.

Bevor sich die Fahrer und Zuschauer zum Rennvergnügen treffen, wird schon ab Freitag beim Lawalder Dorffest gefeiert. Das eröffnet Malzmönch Steffen mit dem Bieranstich im Festzelt. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es an diesem Wochenende aber eine kleine Veränderung. Vor allem Kinder werden wohl ein liebgewonnenes Fahrgeschäft vermissen. „Den großen Autoscooter wird es in diesem Jahr nicht geben“, sagt Andreas Knöschke vom Lawalder Festverein. Es habe terminlich in diesem Jahr nicht gepasst, der Autoscooter sei woanders im Einsatz, erklärt er. Immerhin hat der Festverein ein kleineres Fahrgeschäft als Ersatz besorgt. Allerdings gebe es auch noch andere Attraktionen zu sehen und erleben. Für Sonnabend und Sonntag haben zum Beispiel die Hochsteinfüchse vom Kleindehsaer Hort und die Kinder der Laubaer Kita Naseweis ein Programm für alle Besucher einstudiert. Knöschke hofft, dass sich dazu viele Besucher auf dem Festplatz einfinden werden.

Allerdings bekommt das Dorffest an diesem Wochenende Konkurrenz von anderen Veranstaltungen in der Region. Für die 90er-Party am Sonnabend in der Löbauer Messehalle, seien schon 1 000 Karten verkauft, erklärt Geschäftsführer Joachim Birnbaum. Zeitgleich zeigt auch ein Zirkus auf dem Gelände sein Programm. Andreas Knöschke sieht darin aber kein Problem: „Das hat es auch schon in früheren Jahren gegeben und wir hatten dadurch auch nicht weniger Besucher“, sagt er.