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Der härteste Gegner ist das Klima

über die Auslosung aus deutscher Sicht

Tino Meyer

Glückslose, Hammergruppe, machbare Aufgaben oder nicht zu unterschätzende Gegner? Wahrscheinlich von allem ein bisschen. Nach der Auslosung ist also vor der Weltmeisterschaft. Deshalb lässt es sich nun auch das nächste halbe Jahr bis zum Turnierbeginn weiter munter diskutieren, spekulieren und dramatisieren. Natürlich auch in Deutschland.

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Fest steht: Es hätte Bundestrainer Joachim Löw und seine Spieler härter treffen können, viel härter sogar. Ghana, Portugal und die USA sind zweifellos keine Übermannschaften. Gleiches gilt für Belgien und Russland, die als wahrscheinliche Achtelfinalgegner in Betracht kommen. Besser als Löws Team ist momentan sowieso nur einer: Welt- und Europameister Spanien. Zumindest behauptet das die Rangliste des Weltverbandes. Womit feststeht, dass ein frühes Scheitern gleichbedeutend wäre mit dem Ende der Amtszeit von Löw. Doch auch das war schon vor der Auslosung klar.

Der Bundestrainer spricht zwar von einer schweren Gruppe. Doch was sollen dann Spanier, Holländer und Gastgeber Brasilien sagen, von denen spätestens nach dem Achtelfinale mindestens einer ausgeschieden ist. Noch schlimmer trifft es England, Italien und Uruguay, die allesamt in einer Gruppe stehen. Aber nur zwei erreichen die nächste Runde. So gesehen sind es doch Glücklose, die Löw und den Seinen am Nikolaustag zuteil wurden. Denn wenn man die WM gedanklich weiter durchspielt, könnte im Viertelfinale dann Frankreich warten, vielleicht aber auch die Schweiz oder Bosnien-Herzegowina. Alles nicht zu unterschätzende Gegner, vor allem aber machbare Aufgaben. Das Mindestziel Halbfinale wäre demnach erreicht.

Die eigentlichen Herausforderungen für die Nationalmannschaft heißen angesichts der Auslosung also vielmehr Klima und Reisestrapazen. Damit zurechtzukommen, wird bei der WM die weitaus schwierigere Aufgabe. Ob und wie das gelingt, eignet sich jedoch nicht für Spekulationen an Stammtischen. Wer Weltmeister werden will, kann und muss sich auf die äußeren Bedingungen einstellen. Hat Löw übrigens auch gesagt.