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Der Hauptpreis ging nach Kodersdorf

Doppelpremiere beim 49. Reit- und Springturnier in Wittichenau: mit neuem Vorstand – und ohne Zuschauer.

Elegant-abenteuerlich: Wittichenaus Nadine Schreiber auf „Ipanea“.
Elegant-abenteuerlich: Wittichenaus Nadine Schreiber auf „Ipanea“. © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Wittichenau. Am Anfang eines Sportberichtes sollen die Sieger genannt sein: Der große Preis der Autohaus Neustadt Hoyerswerda GmbH und der Preis der Ostsächsischen Sparkasse Dresden gingen an Kristin Kuhn vom PSV Am Geyersberg Kodersdorf auf Agneta 21; Zweite wurde Magdalena Schäfer vom RSV Wittichenau auf Kandela R. So weit die Normalität. Auch die folgenden Zahlen sind eher nichts Ungewöhnliches: Auf dem Reitplatz am Liebegaster Weg zu Wittichenau waren 514 Pferde mit über 200 Reitern zugange. 

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Zwölf Wittichenauer Reiter waren in verschiedenen Prüfungen erfolgreich am Start. Für die Organisatoren gab es bei über 600 Starts jede Menge zu tun. Die bemerkenswerteste Zahl aber war: Null. Exakt so viele Zuschauer durften am Sonnabend und Sonntag beim 49. Reit- und Springturnier in Wittichenau dabei sein; nicht gut 1.000 pro Tag wie in den Vorjahren. Die Corona-Bestimmungen ließen kein Publikum zu.

Und auch sonst waren viele Neben-Aspekte zu beachten, um das Turnier den Vorschriften entsprechend über die Bühne beziehungsweise den Parcours zu bekommen: Alle Reiter und alle Pferde durften erst eine Stunde vor ihrem Wettbewerb auf dem Reitplatz eintreffen. Die Organisatoren des RSV Wittichenau und die etwa 50 Helfer mussten alles bedenken, damit nichts schieflief. Die Planungen und Veränderungen der Ausschreibung basierten auf den aktuell geltenden Corona-Infektionsschutzregeln, die noch bis Ende August Großveranstaltungen und Zuschauer verbieten und zum anderen Abstand- und Hygieneregeln vorgeben. Das hieß eben für das Turnier: kompletter Ausschluss der Öffentlichkeit. Eine „Premiere“ ...

Der RSV Wittichenau hatte gewissermaßen sogar eine Doppelpremiere. Denn im Frühjahr 2020 war der Vorstand des RSV Wittichenau neu gewählt worden und das neue Team hatte das 49. Turnier zu organisieren – und dann auch noch unter den vorstehend kurz angerissenen Corona-Bedingungen . Die Vorsitzende des RSV Wittichenau, Ellen Homola-Rösler, sagte uns: „Wir sind dankbar, dass wir mit Unterstützung unserer Mitglieder und vieler ehrenamtlichen Helfer alles gut organisieren und bewältigen konnten. Dankbar sind wir auch den Behörden, die alles kurzfristig genehmigt haben. Wir danken der Stadtverwaltung von Wittichenau und den vielen Sponsoren und Spendern, die mit Geld und Sachspenden dazu beitrugen, dass das 49. Reitturnier ein voller Erfolg werden konnte in den besonders schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie. Wir freuen uns natürlich auch über die vielen positiven Rückmeldungen der Reiter der Gastvereine.“ 

Rückmeldungen wie etwa die von Marco Hanisch vom Reitverein Dresden Bühlau: „Ich war sehr überrascht, wie die Wittichenauer das Turnier trotz der Beschränkungen organisiert haben. Dafür gebührt allen ein ganz dickes Lob.“ Genau so sah es Marvin Jüngel vom RSV Rothenburg: „Ich war mit acht Pferden und zwei Helfern in Wittichenau recht erfolgreich am Start. Den Organisatoren vom RSV Wittichenau und den Helfern kann man nur danken für ihr Engagement bei der Organisation und Vorbereitung auf das Turnier.“

Der Wittichenauer Reitsportverein (RSV Wittichenau e. V.) hat circa 70 Mitglieder. Unterstützt wurden die Mitglieder des RSV bei der Turniervorbereitung von weiteren geschätzt 50 freiwilligen Helfern aus Wittichenau.

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