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Der Kampf gegen die Taubenplage

In Pirna werden an zwei Häusern an der Gorkistraße neue Netze gegen die Vögel aufgehängt. Für Fußgänger gibt es derweil einen Not-Gehweg.

Die Häuser Maxim-Gorki-Straße 5 und 6 in Pirna: Neue Netze gegen die Tauben.
Die Häuser Maxim-Gorki-Straße 5 und 6 in Pirna: Neue Netze gegen die Tauben. © Daniel Förster

Die beiden Häuser Maxim-Gorki-Straße 5 und 6 in der Pirnaer Innenstadt boten lange Zeit ein jämmerliches Bild: Etwa 120 Tauben, so schätzten benachbarte Anwohner, hatten sich in den leer stehenden Gebäuden eingenistet - und sie regelrecht zugemistet. Die Hinterlassenschaften der Vögel fanden sich überall. So war beispielsweise die Plane des abgehängten Erkers mit Taubendreck übersät. Dazwischen fanden sich Federn, zuweilen auch Kadaver toter Tiere, der Gehweg vor den Häusern war fast völlig zugeschissen. 

Angesichts dieser Taubenplage beschwerten sich Anwohner und Passanten massiv bei der Stadt. Sie beklagten, dass sich der Gehweg nicht mehr benutzen lasse, dass sie ständig Gefahr laufen, selbst etwas von dem Taubendreck abzubekommen. Zudem befürchteten sie Gesundheitsschäden, da Taubenkot durchaus mit Krankheitserregern infiziert sein kann. 

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Mittlerweile tut sich etwas: Das Rathaus hatte den Eigentümer der Häuser, die Ventar Immobilien AG, aufgefordert, den Missstand zu beseitigen. Arbeiter hängen nun mithilfe eines Hubsteigers feinmaschige Netze an der Fassade auf. Sie sollen verhindern, dass die Vögel künftig in die Gebäude eindringen und dort nisten. Die Lösung, sogenannte Spikes zu installieren - eine Art Drahtspitzen, die den Tauben ihre Sitzplätze rauben - hatte Ventar im Vorfeld hingegen abgelehnt.

Aufgrund der Arbeiten ist der Gehweg vor den Häusern bis einschließlich Freitag unpassierbar. Stattdessen wurde für Fußgänger ein Not-Gehweg auf der Gorkistraße eingerichtet, er ist mit rot-weißen Baken gekennzeichnet und gesichert. 

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