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Der Karpfen ist bei Riesas Anglern am beliebtesten

Der Sportanglerverein betreut neben der Elbe sechs weitere Gewässer. Weil Nachwuchs fehlt, soll nun eine Kindergruppe gegründet werden.

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Von Antje Becker

Die Elbe ist das artenreichste Gewässer der Region. Über 80 Arten sind hier heimisch. Bis zu zwei Meter große Welse haben die knapp 160 Mitglieder des Sportanglervereins Riesa hier schon rausgeholt. Vor allem aber Karpfen. Denn das ist unter den hiesigen Anglern nach wie vor der beliebteste Fisch, sagt Vereinschef Ulrich Altwein.

Elbfisch bedenkenlos essen

Den Elbefisch könne man bedenkenlos essen. Und gerade jetzt seien günstige Bedingungen zum Angeln. „Sie beißen gut“, so Altwein, denn die Fische hätten nach der Kälteperiode Hunger und nähmen die Köder dankbar an. Allerdings dürften einige Fische, wie zum Beispiel Hecht oder Zander, derzeit nicht geangelt werden. Sie sind wegen der Paarungszeit geschützt.

Neben der Elbe betreut der Riesaer Sportanglerverein, der 1991 aus vier Vereinen gegründet wurde, außerdem noch den Merzdorfer Teich, das Rückhaltebecken Hahnefeld, die Kiesgrube in Röderau, die Jahna und den Grödel-Elsterwerda-Kanal. Das größte Gewässer ist allerdings die Kiesgrube Nieska mit etwa 30 Hektar.

Gesunde Population

„Das bedeutet viel Arbeit für uns“, so Ulrich Altwein. Denn hier würde nicht nur geangelt. Die Sportler kümmern sich außerdem um eine gesunde Population, indem sie jeden Herbst Setzlinge in die Gewässer lassen. Zudem leistet jedes Mitglied jährlich eine bestimmte Anzahl an Arbeitsstunden, um die Ufer zu befestigen oder das Grün zu pflegen. Und sie sind auch für Ordnung und Sicherheit an den eigenen Pachtgewässern zuständig.

„Wir haben viel Probleme damit, dass sich Personen unberechtigt Zugang verschaffen und mehr angeln, als sie dürfen, oder sie randalieren“, sagt Ulrich Altwein. Erst vor kurzem haben Unbekannte die Schaukästen der Angler an der Kiesgrube Nieska zerstört. Allein im vergangenen Jahr hätten sie dort 60 Strafanzeigen gestellt.

Mit Schulen arbeiten

Und obwohl der Verein nach eigenen Angaben die größte Anglergemeinschaft der Region ist, ist die Arbeit kaum zu schaffen. Auch weil der Nachwuchs fehlt. Nur 13 Jugendliche angeln derzeit im Verein, die Jüngsten sind gerade zehn. Ab neun Jahren kann der Jugendfischereischein erworben werden. „Wir wollen eine Kindergruppe aufbauen“, erklärt Ulrich Altwein das Vereinsziel für 2008.

Gerade werde ein Konzept erarbeitet, wie die Angler besser mit den hiesigen Schulen zusammenarbeiten können.

Der Sportanglerverein präsentiert sich

im Internet unter www.sportanglerverein-riesa.de.