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Der Klimawandel ist mehr als heiße Luft

über neue, alte Hinweise zum Klima in der Stadt

Ralph Schermann

Der Durchschnitt ist kühl: 8,8 Grad Celsius. Das ist das Jahresmittel. Darunter fällt aber auch so manche Tropennacht, in der viele Görlitzer vor Hitze kaum schlafen können. Packt uns schon der Klimawandel oder war es zwischen Häuserschluchten auch früher nachts einfach nur wärmer als draußen? Wussten vielleicht unsere Altvorderen schon, dass der Luftaustausch Schneisen mag und legten die wichtigsten Straßenachsen deshalb parallel zur Neiße an? Wussten unsere Stadtwerker um die kühlende Wirkung der Verdunstung und setzten ab 1925 bei großer Hitze Sprengwagen ein, bis 1975 das Wasser dafür leider knapp wurde? Setzten vorausschauende Planer dem Feinstaub aus Kohleheizungen nicht genügend Pflanzen entgegen, die Görlitz zur „Stadt der Parks und Grünanlagen“ erhoben? Jetzt werden sonnenaufgeheizte Viertel zu Wärmeinseln, soll mehr Grün ins Stadtbild, gehen Gutachter auf die Suche nach Kaltluft. Ist das übertrieben?

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Nein. Denn die globale Erwärmung schreitet voran, der Hitzestau in Städten gilt längst mit als Ursache des Treibhauseffektes. Die Auswirkungen können bis hin zu Grundwasserproblemen und erhöhten Waldbrandgefahren führen. Gut, dass das die Stadtverwaltung mit im Blick hat – nicht nur für neue Mieter in der Innenstadt, sondern für uns alle.