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Der Konflikt ist in einer Sackgasse

Es ist ein trauriges Symbol für den Irrwitz des Krieges: der Flughafen der ostukrainischen Stadt Donezk, wo sich Regierungstruppen und Separatisten schon seit Monaten erbitterte Gefechte liefern. Niemand weiß, wie viele Soldaten dabei schon ihr Leben lassen mussten.

Es ist ein trauriges Symbol für den Irrwitz des Krieges: der Flughafen der ostukrainischen Stadt Donezk, wo sich Regierungstruppen und Separatisten schon seit Monaten erbitterte Gefechte liefern. Niemand weiß, wie viele Soldaten dabei schon ihr Leben lassen mussten. Übrig geblieben ist eine Ruine, deren strategische Bedeutung ebenso zweifelhaft ist wie ihr symbolischer Wert.

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Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Warum beide Seiten weiter verbissen um die Kontrolle über den Airport kämpfen, wissen die Kommandeure vermutlich selbst nicht mehr. Dennoch schicken sie immer wieder neue Soldaten in die Schlacht – junge Männer, die sinnlos geopfert werden. Wofür eigentlich?

Der Konflikt ist längst in einer Sackgasse festgefahren. Daran können weder patriotische Appelle etwas ändern noch martialische Durchhalteparolen. Derlei Vokabular macht inzwischen auch die internationalen Vermittler um Außenminister Steinmeier ratlos. Seit Monaten versuchen sie vergeblich, die Konfliktparteien an einen Tisch zu holen. Und glaubt man Bundeskanzlerin Merkel, deutet wenig darauf hin, dass der neue diplomatische Anlauf in Berlin einen vorzeigbaren Erfolg bringt.

Im Gegenteil: Vieles spricht dafür, dass sowohl die Führung in Kiew als auch die Separatisten eine militärische Lösung erzwingen wollen. Während der ukrainische Staatschef Poroschenko weitere 50 000 Mann für seine Streitkräfte mobilisiert und über die Ausrufung des Kriegsrechts nachdenkt, bauen die Aufständischen auf Nachschub aus Russland. 

Doch diese Rechnungen gehen nicht auf. An Verhandlungen führt kein Weg vorbei. Dabei müssen alle Konfliktparteien Kompromisse machen. Verweigern sie sich, wird der Krieg weitergehen – mit noch mehr Opfern, Zerstörungen und Leiden für die Zivilbevölkerung.

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