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Der Kreisverkehr kehrt zurück

Zunächst soll es aber eine Zwischenlösung geben. Dann wird der endgültige Ausbau geplant. Der wird viel besser.

Von Harald Daßler

„Achtung! Geänderte Verkehrsführung“ Schilder mit dieser Aufschrift sollen schon bald wieder rund um das Dreieck, wo Großenhainer, Niederauer und Karlstraße ineinander münden, aufgestellt werden. Sie sollen dann darauf hinweisen, dass hier die Verkehrsströme nach dem Prinzip eines Kreisverkehrs geregelt werden. Über die Vorbereitungen dazu ist das städtische Ordnungsamt mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) im Gespräch. „Wir stimmen uns darüber ab, welche Voraussetzungen zu schaffen sind, damit diese von den meisten Kraftfahrern für gut befundene Verkehrsregelung so schnell wie möglich wieder eingeführt werden kann“, sagt Ordnungsamtsleiter Markus Renner.

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Seine Behörde bemüht sich darum, einen Beschluss der Stadträte umzusetzen. Sie hatten die Verwaltung beauftragt, den Großen Kreisverkehr an besagtem Straßendreieck beizubehalten. Er war vor einem Jahr als Provisorium eingerichtet worden, um den durch die Bauarbeiten der Bahn in der Stadt bedingten Straßensperrungen und Umleitungen Stau- und Frustpotenzial zu nehmen.

Der Beschluss der Stadträte im Bauausschuss, am Großen Kreisverkehr festzuhalten, fiel wenige Tage vor dem Ende der Arbeiten und den Straßensperrungen. Dass die Bahn als Bauherr und damit Auftraggeber der Umleitungen damit auch den Großen Kreisverkehr zurückbauen ließ, hatte in der Stadt für Verwirrung und Unmut gesorgt. Erklärungen aus dem Rathaus, eine dauerhafte Kreisverkehrslösung erfordere allerhand Umbauarbeiten an den Straßen, damit sie der Straßenverkehrsordnung genügen, wirkten eher hilflos.

Im Gegenteil: In der Stadtratssitzung Anfang November musste sich die Verwaltung vorwerfen lassen, zu wenig dafür getan zu haben, dass die von der Mehrheit akzeptierte Lösung bleiben kann.

Im Ordnungsamt liegt nun eine so genannte verkehrsrechtliche Anordnung in der Schublade. Wird sie in Kraft gesetzt, gilt der Große Kreisverkehr wieder. Aber nur als Provisorium. Es soll so lange bleiben, bis der Umbau in Angriff genommen wird.

Das neue Provisorium werde sich aber vom letzten unterscheiden, kündigt Markus Renner an. Statt der Verkehrshütchen sollen deutlich erkennbare Abtrennungen auf die Fahrbahnen kommen. Die angedeutete Insel auf der Niederauer Straße soll so eingerichtet werden, dass sie nicht gleich wieder von den Fahrzeugen verrückt oder beschädigt werden kann. Auch darum geht es in diesen Tagen in regelmäßigen Gesprächsrunden von Vertretern des Ordnungs- und Bauamtes mit Fachleuten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, so Markus Renner. Außerdem haben alle Seiten das Planverfahren für den dauerhaften Ausbau der an den Einmündungen im Blick. Dabei sind nicht nur technische Fragen zu klären, sondern auch Interessen von Anwohnern sowie Fußgängern und Radfahrern zur berücksichtigen.

Mit den Planungen soll im kommenden Jahr begonnen werden. Verkehrsexperten halten es für möglich, dass Planung und Ausbau für einen Großen Kreisverkehr innerhalb von zwei Jahren erledigt sein könnten.