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Der Kunde hat Vorfahrt

über die Parkplatznot vor dem Landratsamt

Alexander Kempf

Wer zum Jobcenter nach Niesky fährt, der kommt besser nicht auf den letzten Drücker. Denn die Suche nach einem kostenlosen Parkplatz gestaltet sich rings um die Robert-Koch-Straße schwierig. Bußgeldstelle, Zulassungsstelle und Jobcenter – vor dem Landratsamt buhlen viele Bürger um die Pole Position auf dem Parkplatz.

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Die Entscheidung des Landkreises, seine Behörden im eigenen Haus zu konzentrieren, ist nachvollziehbar. Er spart sich so unnötige Mietkosten. Der zentrale Standort hat aber einen entscheidenden Nachteil. In einer ländlichen Region, wo die Mehrheit der Bevölkerung auf ein Auto angewiesen ist, reichen die wenigen öffentlichen Parkplätze in der Robert-Koch-Straße nicht aus. Im Jobcenter ist gerne die Rede von „Kunden“. Die Behörde sollte sich ein Beispiel am nahen Supermarkt nehmen. Wer kundenfreundlich denkt, der hält für diesen auch ausreichend Parkplätze vor.

Die Stadt Niesky bemüht sich, die Situation zu entspannen. In der Robert-Koch-Straße sind bereits Parkflächen hinzugekommen. Weitere sollen folgen. Der Vorstoß der Gemeinde, den Parkplatz an der Rothenburger Straße vollständig für die Besucher freizugeben, ist richtig. Eine Höchstparkdauer stellt sicher, dass der Besucherparkplatz nicht von Dauerparkern belegt wird. Niemand verbringt gerne mehr Zeit als nötig auf dem Amt.

Ein Blick auf den Hinterhof zeigt, dass es auf dem Mitarbeiterparkplatz zuweilen noch freie Stellflächen gibt. Womöglich ist es sinnvoll, die Plätze dort nicht nach Nummern, sondern gemäß dem täglichen Bedarf zu vergeben. Wer zuerst kommt, der parkt zuerst. Auf der anderen Seite der Schranke ist das auch so.