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Der lange Weg zur neuen B 178

Vor 20 Jahren hat der Bau der Straße begonnen. Fertig ist sie immer noch nicht. Die (unendliche) Geschichte des Projekts erzählen wir nun erstmals multimedial.

Spatenstiche, Teileröffnungen, Ankündigungen - und trotzdem noch nicht durchgängig befahrbar: Bei der B 178 spricht mancher schon von der unendlichen Geschichte.
Spatenstiche, Teileröffnungen, Ankündigungen - und trotzdem noch nicht durchgängig befahrbar: Bei der B 178 spricht mancher schon von der unendlichen Geschichte. © Thomas Christmann

Die neue Bundesstraße 178 - kurz B 178 - von der A 4 bei Weißenberg bis Zittau ist immer noch unvollendet. Seit 1991 gab es immer wieder mal Gespräche über die Sinnhaftigkeit, Planungen, die nach Einwänden wieder verworfen werden mussten, erste Spatenstiche, Eröffnungsfeiern für die nächsten Kilometer – aber bis heute keine fertige Trasse. 

Der Ausbau zieht sich mittlerweile 20 Jahre hin. Von den rund 43 Kilometern sind erst über 30 durchgängig befahrbar. Dabei sollte nach ersten Aussagen bereits 2006 der Verkehr auf der Strecke durchgängig rollen. Zwei Lücken klaffen weiterhin - zwischen Oberseifersdorf und Oderwitz und Nostitz und der A 4. Freie Fahrt herrscht inzwischen bis nach Liberec.

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Befürworter wie die Interessengruppe B 178 werden aber nicht müde, die Wichtigkeit der Strecke bei Politikern und Ministerien auf Landes- und Bundesebene vorzutragen. Sie bringen sogar neue Ideen ins Spiel, wie die Weiterführung bis nach Cottbus und Berlin. 

Ihr Fazit: 20 Jahre für Planung und Bau der Straße seien zu lang. Die Trasse habe eine besondere Bedeutung, als grenzüberschreitende und überregionale Verkehrsachse in Ostsachsen. Sie verbinde Nordböhmen, Lausitz und Dresden miteinander.

Ihre Forderung: Beschleunigungen im Planungsverfahren und zukunftsorientierte Angebote bei der Verkehrsinfrastruktur seien nötig, um die Standortnachteile für den ländlichen Raum zu beseitigen. Diese sollten gewährleisten, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung der Region erfolge - als Fundament für das Bleiben und die Entwicklung.

Auf der anderen Seite stehen die Kritiker, die nicht grundsätzlich gegen den Neubau sind, aber in gemäßigter Form. Bei ihnen spielt der Naturschutz genauso mit wie landwirtschaftliche Flächen, die zerschnitten werden oder gänzlich wegfallen. Alles in allem führt das dazu, dass immer noch Teile der Strecke fehlen. Mancher spricht bei der B 178 deshalb auch schon von der unendlichen Geschichte.

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Auch die SZ hat das Vorhaben von Beginn an immer wieder redaktionell begleitet - mit mittlerweile über 3.000 Artikeln. Unter dem Titel „Der lange Weg zur B 178 - Eine Straße bewegt die Region“ (Passwort: B178) ist ein Multimedia-Projekt entstanden, indem die Geschehnisse seit dem Baustart bis zum aktuellen Stand einmal zusammengefasst sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu haben. Darüber hinaus ist so manches abseits der Piste zu erfahren. 

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/loebau

www.sächsische.de/zittau

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