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Der Macher des neuen Großenhain-Films

Aus 13 Stunden Filmmaterial fünf Minuten auszuwählen - das war die große Herausforderung für Mirko Thomas. Manches fiel dabei leider raus.

Von Kathrin Krüger
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Mirko Thomas hat den neuen Großenhainer Imagefilm gedreht.
Mirko Thomas hat den neuen Großenhainer Imagefilm gedreht. © Matthias Kost

Großenhain. Über 6.000 Mal wurde "Großenhain - Du bist meine Stadt" seit voriger Woche auf Youtube schon aufgerufen. Auch auf der Homepage der Stadt haben sich bereits über 2.000 Interessenten das neue Image-Video Großenhains angesehen. Mirko Thomas ist zufrieden. Er bekam sehr viele positive Reaktionen. Leider auch einige negative.  

2015 hatte er mit seiner Firma Komplex Filmproduktion den ersten Großenhainer Werbefilm herausgebracht. "Der basierte auf Aufnahmen für den Laden von Mike Preibisch und war noch ohne Konzept", sagt der 33-Jährige Urgroßenhainer. Ausschließlich aus der Luft wurde die Stadt gezeigt. Das war zwar schön anzusehen, dabei kam aber die Lebendigkeit in der Stadt viel zu kurz. Mirko Thomas wollte das im neuen Film ändern. Ursprünglich sollte zwar der erste Film nur um Aufnahmen aus dem neuen Freibad ergänzt werden. 

Doch der Filmemacher nahm sich Zeit, nochmal von vorn anzufangen. "Viele dynamische Bilder sollten das Leben, die Wirtschaft und vor allem die Menschen zeigen", sagt er. Und begann ein Drehbuch zu schreiben. Denn diesmal sollte es einen Sprecher geben. Eine Sprecherin ist es geworden: Patricia Franke, ehemals Darstellerin in der Spielbühne Großenhain

Schnell waren die ersten Bilder im Kopf, der junge Familienvater machte sich mit seiner Black magic Ursa Mini 4.6 K, einer Profi-Digitalkamera, auf die Suche nach Impressionen und Momentaufnahmen. Zehn Monate lang sah er auch seine Heimatstadt manchmal mit anderen Augen. "So bin ich einfach losgezogen, zum Beispiel von Bauda Richtung Wildenhain. Oder vom Kupferberg Richtung Weßnitz", erzählt der Filmer. "Toll, was man alles entdecken kann, wenn man sich Zeit nimmt." Bei gutem Licht fand er viele sommerliche Motive, die dem Stadtporträt ein freundliches, sehr attraktives Gesicht verleihen. Aber auch die seltenen Aufnahmen in der Gesenk- und Freiformschmiede haben ihn sehr beeindruckt. Vermittelt wurde der Kontakt zu den Unternehmen vom Großenhainer Wirtschaftsförderer Tom Quenstedt.

1610 einzelne Clips sind so entstanden, auch Aufnahmen mit der Drohne durch Armin Benicke. Doch dann ging es an den Schnitt. "Da bin ich froh gewesen, dass der Film nicht nur zweieinhalb Minuten lang sein sollte, wie ursprünglich gedacht", so Mirko Thomas. Mit der Stadt wurde dann abgesprochen, welche Objekte unbedingt zu sehen sein sollten: das Bad und das Erlebnisfest, die Bücherei und auch der Flugplatz. Doch selbst nach dem groben Vorschneiden war schnell klar, dass viele schöne Motive "ausgeschnitten" werden müssen. "Das tat schon weh", meint der Großenhainer. Doch alles Material ist archiviert und kann für neue Projekte verwendet werden.

Für den 33-Jährigen mit Nebengewerbe war es der dritte größere Film. So mancher wird sich neben dem ersten Großenhain-Film noch an "Chainsaw Thommy" erinnern. Seit 2014 ist Mirko Thomas im Geschäft. Schon hat er weitere Anfragen. Doch Zeit für seine kleine Familie mit Tochter Mia will er sich nicht nehmen lassen.