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Der März verabschiedete sich mit Wärmerekord

Der zurückliegende Monat war äußerst frühlingshaft. Das sah im vorigen Jahr ganz anders aus.

Von Roman Kristof

So einen milden Märzmonat verzeichneten unsere Messgeräte an der Wetterwarte in Zinnwald in der 44-jährigen Stationsgeschichte noch nie. Die Monatsmitteltemperatur betrug 4,2 Grad Celsius, die Abweichung zum Klimanormalwert 5,2 Kelvin. Vor einem Jahr registrierten wir in Zinnwald noch den zweitkältesten März in der Geschichte unserer Wetterwarte. Der statistisch zweitwärmste Märzmonat stammt jetzt mit einer Monatsmitteltemperatur von 2,9 Grad Celsius aus dem Jahr 2012. Auch das bisher im März erreichte Tagesmaximum von 16,8 Grad Celsius (aus dem Jahr 1974) wurde am 21. mit 17,4 Grad übertroffen. So schnell fallen Rekorde. Dass es im März aber auch noch empfindlich kühl werden kann, sollten nicht nur Gärtner und Autofahrer berücksichtigen. Die Temperatur fiel am 26. in zwei Metern Höhe auf die Monatstiefsttemperatur von -3,3 Grad Celsius. Am 25. wurden in Erdbodennähe -6,1 Grad gemessen.

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Verwöhnt wurden die Zinnwalder von der Sonne. Sie schien an 27 Tagen 154 Stunden. Ihren Sollwert übertraf sie um 50 Prozent. An zehn Tagen blickte sie sogar länger als zehn Stunden auf uns herab. Dass die Sonne im März schon kräftig einheizen kann, ging auch am übrig gebliebenen Schnee und den am 24./25. neu gefallenen Schnee nicht spurlos vorüber. Es kamen noch einmal neun Zentimeter zusammen. Dieser Schnee hatte aber keine Chance. Am Monatsende waren nur noch Reste der Schneedecke an geschützten Stellen vorhanden.

Die Monatsniederschlagssumme erreichte 56 Liter je Quadratmeter. Das entspricht 88 Prozent des Normalwerts. Mit 15,1 Liter auf den Quadratmeter war der 16. März der niederschlagsreichste Tag des vergangenen Monats. Schnee war an acht Tagen im Niederschlag enthalten. Trotz der fehlenden Niederschläge ist die Vegetation auch in unserer Höhenlage schon auf Frühling eingestellt. Nebel wurde an 13 und gute Fernsichten nur an drei Tagen beobachtet. An einem Tag kam dabei auch das Riesengebirge zum Vorschein. Gewitter beobachteten die „Zinnwalder Wetterfrösche“ am 22. März. Die mittlere Windgeschwindigkeit erreichte an acht Tagen die Windstärke 6. Stürmisch war es am 16. März. Die höchste gemessene Windspitze erreichte eine Geschwindigkeit von 91 km/h, was der Windstärke 10 entspricht.

Der Autor leitet die Wetterwarte Zinnwald.