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Der Methusalem unter den heimischen Eiben

Liebstadt. Nahe dem Lederbergweg steht ein etwa 600 Jahre alter Baum.

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Von Peter Salzmann

Im äußersten Westen des Landkreises Sächsische Schweiz, direkt an der Grenze zum Weißeritzkreis, steht der Methusalem der geschützten Bäume. Die im Volksmund als „1 000-jährige Eibe“ bezeichnete dentrologische Besonderheit in Liebstadt, auf Großröhrsdorfer Flur, im Naturschutzgebiet „Müglitzhang bei Schlottwitz“ – 50 Meter östlich des Lederbergweges – ist allerdings nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nur bis 600 Jahre alt. Der Riese hat einen Stammumfang von 3,61 Metern und eine Höhe von 15 Metern, einen Kronendurchmesser von 16 Metern und gehört zur Art Taxus baccato. Die biologische Kostbarkeit gehört zum größten naturnahen Eibenwald im Freistaat Sachsen. Auffällig sind der gedrehte Stamm und die verzweigten Anläufe der Wurzeln. Weil Früchte und Nadeln der Eibenbäume sehr giftig sind, wurden die Bäume in als Weiden genutzten Wäldern zum Schutz der Tiere abgeholzt, so dass nur wenige dieser Großgehölze aus längst vergangener Zeit erhalten geblieben sind. Eibenholz diente einst zur Herstellung von Armbrüsten und Bögen und zählt zu den Edelhölzern.