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Der Müll soll Energie bringen

Zum geplanten Bau des Müll-Heizkraftwerkes bei Sachsenmilch in Leppersdorf schreiben Marianne und Helmut Großmann aus Radeberg:

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Wir sind dafür, dass der von allen Bürgern, also auch der von den Gegnern des Werkes, anfallende Kunststoffmüll energiebringend verwertet werden soll. Strom kommt nicht so einfach aus der Steckdose, sondern muss erzeugt werden. Wind und Wasser fallen hier aus. Bleiben Kohle und Öl, die auch Schadstoffe erzeugen.

Komisch, alle Menschen wollen in Luxus und Wohlstand leben – mit preisgünstigen Lebensmitteln, moderner Heizung, Tag und Nacht warmes Wasser, elektrische Haushaltsgeräte, perfekte Straßen, usw. Aber die wenigsten sind bereit, eventuelle fragliche Nachteile in Kauf zu nehmen oder höhere Kosten zu tragen. Warum muss eine neue Umgehungsstraße oder ein neues Werk, dass letztlich Arbeitsplätze schafft, vor meiner Tür entstehen? Ich möchte zwar alles nutzen, aber bitte errichtet es nicht bei mir, sondern bei den Nachbarn. Schon Herzog Georg von Sachsen (1471 - 1539) sagte: Wasch mir den Pelz, aber mach mir ihn nicht nass.

Und: Gemessen an der Luftverschmutzung während der DDR-Zeit ist die derzeitige Debatte um diese Müllverbrennungsanlage geradezu absurd.