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Der neue Intendant steht fest

Ab Sommer 2021 bekommt das Gerhart-Hauptmann-Theater einen neuen Chef. Die Gesellschafter haben sich für Daniel Morgenroth aus Konstanz entschieden.

Daniel Morgenroth aus Konstanz wird 2021 der neue Intendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters.
Daniel Morgenroth aus Konstanz wird 2021 der neue Intendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters. © privat

Görlitz/Zittau. Nun steht es fest. Neuer Generalintendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters mit Häusern in Görlitz und Zittau wird Dr. Daniel Morgenroth, zurzeit noch stellvertretender Intendant des Theaters Konstanz und zugleich persönlicher Referent des dortigen Intendanten Christoph Nix. Der Görlitzer Kreistag wählte Morgenroth am Mittwochnachmittag in öffentlicher Abstimmung. Für Morgenroth stimmten 59 Räte, gegen ihn elf. Sechs Enthalten gab es zudem.  

Daniel Morgenroth ist 35 Jahre alt, Literaturwissenschaftler, Regisseur, Dramatiker und Kulturkritiker. 2009/10 war er persönlicher Assistent der Theaterlegende Robert Wilson in New York und weltweit. Ab 2011 lehrte er englische Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Würzburg. 2015 promovierte er mit einer Arbeit zur Authentizität im Theater. 2017 ging er ans Theater Konstanz. Zahlreiche Stücke hat er selbst inszeniert. 

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Bereits für die Spielzeit 2020/21 war in Görlitz/Zittau ein Nachfolger für den langjährigen Generalintendanten Klaus Arauner gesucht worden. Weil sich kein passender Kandidat fand, hatte Arauner seinen Eintritt in den Ruhestand um ein Jahr verschoben und sich bereit erklärt, das Gerhart-Hauptmann-Theater bis zum Sommer 2021 zu leiten.

In Konstanz gekündigt

In Konstanz gibt es bereits seit einiger Zeit personelle Veränderungen, die ein Journalist des Magazins Thurgaukultur als "Auflösungserscheinungen" bezeichnete. Als klar war, dass die Zeit des aktuellen Konstanzer Intendanten 2020 enden würde, gab es eine ungewöhnliche Bewerbung auf diese Position: Vier Theaterleute bewarben sich als Kollektiv auf die Intendantenstelle, darunter zwei Dramaturgen des Hauses und Daniel Morgenroth. 

Das Konzept: geteilte Aufgaben, gemeinsame Entscheidungen, geteiltes Gehalt, mehr Demokratie und Kommunikation, Dezentralisierung der Machtverhältnisse, keine Chance für Vetternwirtschaft. Es sei Zeit für neue Wege, sagte das Team. Der stereotype Intendant, männlich, weiß, über 50 solle der Vergangenheit angehören. Der Vorschlag ging allerdings nicht durch. Daraufhin kündigten alle Dramaturgen. Ebenso Daniel Morgenroth, der Konstanz nun in Richtung Görlitz verlässt und sicher einige mutige Ideen mitbringt. 

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