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Der Patient muss zahlen

Dass man als Patient im Krankenhaus nicht so billig telefonieren kann wie zu Hause, ist verständlich. Schließlich müssen die Kliniken teure Technik anschaffen und in Stand halten. Was aber in manchen...

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Dass man als Patient im Krankenhaus nicht so billig telefonieren kann wie zu Hause, ist verständlich. Schließlich müssen die Kliniken teure Technik anschaffen und in Stand halten. Was aber in manchen Häusern an Grundgebühr oder Telefonmiete und an Gebühren verlangt wird, das grenzt schon an Unverschämtheit. Nein, verdienen würden die Häuser an den Telefonaten ihrer Patienten nichts, behaupten alle. Das mag sogar stimmen. Aber wenn es nicht die Krankenhäuser sind, dann profitieren die Anbieter davon. Irgendwohin muss der Gewinn ja fließen.

Die Kliniken suchen auf allen Feldern nach Einsparmöglichkeiten. Das ist gut so, wenn auch vielleicht nicht immer gut für den Patienten. Beim Service, den sie anbieten, ist von diesem Sparwillen aber herzlich wenig zu spüren. Wenn wie in den Elblandkliniken Meißen ein langjähriger Vertrag mit einem Telefonanbieter abgeschlossen wird, dann sind die Möglichkeiten für Preisverhandlungen ziemlich eingeschränkt. Bis der Vertrag ausgelaufen ist, hat der Patient keine Wahl. Will er telefonieren, muss er kräftig zahlen.