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Der Ranger ist zurück - und auf der Jagd

In der Sächsischen Schweiz haben die Dreharbeiten für zwei neue Ranger-Folgen begonnen. Wegen Corona ist vieles anders.

Mit Luchsbabys am Set: Schauspieler Philipp Danne alias Ranger Jonas Waldek, Liza Tzschirner und Eva-Maria Grein von Friedl (v.l.).
Mit Luchsbabys am Set: Schauspieler Philipp Danne alias Ranger Jonas Waldek, Liza Tzschirner und Eva-Maria Grein von Friedl (v.l.). © ARD/ARD Degeto/MDR/Tom Schulze

Kamera läuft, Film ab: Die Sächsische Schweiz wird ab dieser Woche wieder zur Filmkulisse. In der Nationalparkregion haben die Dreharbeiten für zwei neue Folgen der ARD-Fernsehproduktion "Ranger - Paradies Heimat" begonnen, teilt Karoline van Baars von der Agentur 67 mit, die für die PR-Arbeit zuständig ist. Das Filmteam, das in Sebnitz Quartier bezogen hat, hat bereits erste Szenen für die fünfte und sechste Folge im Kasten. 

Fans müssen auf Abstand gehen

Gedreht wird wieder in der gesamten Sächsischen Schweiz. Unter anderem sind in Stadt Wehlen mehrere Drehtage geplant. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit den Hauptdarstellern Philipp Danne alias Nationalpark-Ranger Jonas Waldek sowie Liza Tzschirner, Eva-Maria Grein von Friedl, Heike Jonca, Matthias Brenner, Sebastian Kaufmane und Jörg Witte. Bis zum 16. September werden die Schauspieler vor der Kamera stehen. Wegen der Corona-Situation ist in diesem Jahr jedoch vieles anders. "Es wird unter strengsten Hygieneauflagen gedreht", sagt Karoline van Baars. Schauspieler und Teammitglieder werden regelmäßig auf das Corona-Virus getestet. Am Set gibt es Abstandsregeln. Um den Personenkreis klein zu halten, wurde die Zahl der Komparsen reduziert. Der Aufwand sei enorm und entsprechend kostenintensiv. "Alles, um den Dreh nicht zu gefährden", erklärt van Baars. Das Team soll deshalb von der Öffentlichkeit so gut es geht abgeschottet werden. Auch gegenüber Fans, die den Schauspielern ein Autogramm abluchsen wollen. 

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Apropos Luchs: In Folge fünf, die den Arbeitstitel "Junge Liebe" trägt, spielen diese Tiere eine Hauptrolle. Zwei Luchs-Junge werden im Film auf der Ranger-Station aufgezogen und sollen bald wieder ausgewildert werden. Laut Drehbuch würde sich dadurch die Luchs-Population im Nationalpark Sächsische Schweiz auf insgesamt vier Tiere erhöhen. Beim Auswildern gibt es allerdings ein Problem: Ein Wilderer hat mehrere Fallen aufgestellt. Ranger Jonas Waldek und Verhaltensbiologin Emilia Graf haben nun Angst, dass den kleinen Luchsen etwas passiert und versuchen den Wilderer zu finden. Den Wilderer finden sie anfangs nicht, dafür ein junges Pärchen im Wald, das sich vor den eigenen Eltern versteckt. Der Grund: Ein Baby ist unterwegs. 

Ähnlich turbulent geht es in Folge sechs zu, die den Arbeitstitel "Sturm" trägt. Darin geht es um einen Paraglider, der kurz vor dem Absprung vom Blitz getroffen wird. Der Mann überlebt, kann sich anfangs jedoch an nichts erinnern. Auch nicht daran, dass er erst kürzlich seine Frau und seine Tochter verlassen hat. Der Ranger quartiert den Mann kurzerhand auf dem Waldek-Hof ein. Dort kehren seine Erinnerungen langsam zurück - Gefühlschaos inklusive.

Sendeplatz steht schon fest

Das Team freue sich bereits, in der Sächsischen Schweiz wieder drehen zu dürfen, teilt Karoline van Baars mit. Die Crew hatte bereits 2018 und 2019 je zwei Folgen in der Region gedreht, unter anderem in Stadt Wehlen, Waitzdorf, Hohnstein, Sebnitz, am Zeughaus  und im Kirnitzschtal. 

2019 beim Dreh in Stadt Wehlen: Die Schauspieler Liza Tschirner, Philipp Danne und Eva Maria Grein von Friedl (v.l.).
2019 beim Dreh in Stadt Wehlen: Die Schauspieler Liza Tschirner, Philipp Danne und Eva Maria Grein von Friedl (v.l.). © Daniel Schäfer

In einer der letzten Folgen ging es bereits um ein tierisches Thema: Seeadler. Die Tiere ließen sich im Film erstmals wieder in der Sächsischen Schweiz nieder. Was die Drehbuchautoren damals nicht ahnen konnten: Seit diesem Sommer gibt es tatsächlich wieder Seeadler im Nationalparkgebiet. Südlich der Elbe haben sich diese Greifvögel niedergelassen.

Der Film hat es prophezeit: Seeadler sind tatsächlich wieder heimisch in der Sächsischen Schweiz.
Der Film hat es prophezeit: Seeadler sind tatsächlich wieder heimisch in der Sächsischen Schweiz. © Frank Spengler, Sachsenforst

Was die Drehbuchautoren prophezeit haben, ist damit tatsächlich Realität geworden. Ob das bei den Luchsen ähnlich sein wird? In der Sächsischen Schweiz wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Luchs-Spuren entdeckt. Zuletzt im Januar 2019 in der Hinteren Sächsischen Schweiz bei Saupsdorf. Experten gehen davon aus, dass die Tiere die Sächsische Schweiz nur durchstreifen. Eine feste Population konnte hier bislang nicht nachgewiesen werden. 

Zweimal 90 Minuten Sendezeit sind für die Ranger-Folgen fünf und sechs geplant. Wann sie ausgestrahlt werden, ist noch offen. Fest steht aber bereits der Sendeplatz. Sie werden an zwei Freitagen, jeweils zum 20.15 Uhr, gezeigt. 

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