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Rastplatz ergänzt die „Straße der Besten“

Die Renovierungsarbeiten an der Erinnerungsstätte in Heide sind ein Gemeinschaftswerk.

Kann sich wieder sehen lassen: die „Straße der Besten“ in Heide.
Kann sich wieder sehen lassen: die „Straße der Besten“ in Heide. © Foto: Ralf Grunert

Wiednitz. Die Neugestaltung der sogenannten „Straße der Besten“ nähert sich dem Ende. Die letzte Renovierung der Erinnerungsstätte an die ehemalige Brikettfabrik Heide (früher Heye III), die sich an der Bahnhofsstraße zwischen Wiednitz und Heide befindet, erfolgte 1999 durch ABM-Kräfte. Es war an der Zeit, etwas zu tun.

Chronist Karl-Heinz Weigel und Ortschafsratsmitglied Thomas Mansfeld hatten im letzten November begonnen, Spenden für die Renovierung zu sammeln und Helfer zu finden. Bei mehreren Arbeitseinsätzen wurden seit April das Areal am Findling in der Ortslage Heide neu bepflanzt und die „Straße der Besten“ aufgehübscht. „Es hat sich ein super Team von zehn bis zwölf Leuten gefunden. Wer Zeit hatte, hat mitgeholfen. Was mich am meisten freut, ist, dass viele Helfer dabei waren, die sonst in keinem Verein tätig sind, aber sich gern für den Ort einsetzen wollen. Vielleicht entwickelt sich ja dadurch langfristig auch eine Art Orts- und Heimatverein“, so die Hoffnung von Thomas Mansfeld.

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Super geklappt habe auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Bernsdorf und des Bauhofs, sind sich die beiden Initiatoren einig. „Kurze Wege, schnelle Entscheidungen. Unter anderem wurde die Lore von Mitarbeitern des Bauhofs zum Wiednitzer Schmied gebracht. Dieser hat die Lore in Ordnung gebracht. Anschließend wurde sie wieder in Heide aufgestellt und von uns gestrichen. Sie sieht jetzt wieder wie neu aus.“

Die fleißigen Helfer haben in den letzten Monaten alles entrostet und gestrichen. Auch die Beschriftung der Erinnerungsstätte wurde erneuert und strahlt in neuem Glanz. Am vergangenen Wochenende wurden noch zwei neue Sitzbänke aufgestellt. Eine kleine Schautafel zeigt den Standort des ehemaligen Werkseingangs. Dort wo früher eine Fabrik stand, befindet sich nun ein Wald. Von der einstigen Brikettfabrik ist schon lange nichts mehr zu sehen. Die Tafel lässt zumindest erahnen, wie es hier früher einmal aussah. Heide hat nun mit der „Straße der Besten“ auch einen Rastplatz für Fahrradausflügler. Die zwei neuen Bänke mit der Aufschrift „Rastplatz Glück Auf“ laden zum Verweilen an der Erinnerungsstätte ein. Neben Radfahrern aus der Region, so hat Thomas Mansfeld beobachtet, halten hier häufig Geocacher von weiter weg, die ihr Hobby nach Heide führt.

Sämtliche Arbeiten am Findling und an der „Straße der Besten“ wurden übrigens von Freiwilligen in Eigenregie und ohne Fördermittel durchgeführt. „Finanziert wurde alles durch Spenden von Bürgern und durch Sachspenden von Unternehmen aus der Umgebung“, betont Thomas Mansfeld. Er merkt aber auch an: „Da die bisher eingenommenen Spenden fast vollständig aufgebraucht wurden, konnte die geplante große Schautafel mit Informationen zur Brikettfabrik, zum Tagebau und zur Werkssiedlung Heide noch nicht beschafft werden. Wir hoffen, dass sich dafür noch ein Spender findet.“ Einige Arbeiten werden später erledigt. So soll das Areal am Findling noch mal neu bepflanzt werden. Vielleicht werden auch ein Fahrradständer und eine Sitzbank aufgestellt, blickt Thomas Manfeld voraus.

Wie man spenden kann, ist im Internet hier zu finden: https://www.betterplace.me/brikettfabrik-heide

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