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Der Riese wächst

Noch steht die Skulptur bei Rime – bald im Kreisverkehr.

Aus drei mach eins: Wie die stählernen Riesen bei der Firma Rime an der Hallenwand lehnen, sieht es nach drei geplanten Skulpturen aus. Tatsächlich werden sie im Dreieck zu einer einzigen Figur zusammengesetzt.
Aus drei mach eins: Wie die stählernen Riesen bei der Firma Rime an der Hallenwand lehnen, sieht es nach drei geplanten Skulpturen aus. Tatsächlich werden sie im Dreieck zu einer einzigen Figur zusammengesetzt. ©  Sebastian Schultz

Riesa. Die gute Nachricht: Mit dem Einsammeln der Spenden für die geplante Riesen-Skulptur aus Stahl klappt es. „99 Prozent der Zusagen wurden eingehalten“, freut sich Kurt Hähnichen vom Wirtschaftsforum. Die schlechte Nachricht: Der vorgesehene Standort im Kreisverkehr am Krankenhaus birgt seine Tücken. 

Tatsächlich wurde bei Untersuchungen festgestellt, dass dort alle Medien im Untergrund liegen, die man sich vorstellen kann. Das macht eine Bodenplatte im Format 3,50 mal 2,75 Meter als Fundament nötig. Doch daran wird das maßgeblich von der Metall-Spezialfirma Rime umgesetzte Projekt nicht scheitern, sagt Steffen Wätzig. „Auch wenn die Statik der Figur selbst auch nicht ganz ohne ist.“

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Seit Jahresanfang ist der 66-Jährige nicht mehr Betriebsleiter bei Rime, sondern widmet sich jetzt der Vermarktung der Immobilien und hat auch einen Blick auf das Wachsen der von der Riesaer Wirtschaft finanzierten Riesen-Skulptur. Dabei ergeben immer zwei zusammengeschweißte Stahlplatten zusammen eine Figur. Davon werden wiederum drei sternförmig zusammengesetzt, damit die Riesen-Silhouette aus verschiedenen Richtungen als solche erkennbar ist.

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Frisch geschnitten: Hier liegt der Riese noch in Einzelteilen auf dem Band.
Frisch geschnitten: Hier liegt der Riese noch in Einzelteilen auf dem Band. © undefined
Partnerstädte gelocht: Eine Kugel zeigt (v.l.n.r.) Rotherham, Villerupt, Riesa, Glogau und Lonato del Garda. Sandy/USA und Suzhou in China liegen auf der anderen Seite.
Partnerstädte gelocht: Eine Kugel zeigt (v.l.n.r.) Rotherham, Villerupt, Riesa, Glogau und Lonato del Garda. Sandy/USA und Suzhou in China liegen auf der anderen Seite. © Sebastian Schultz
Viel Handarbeit: Die einzelnen Stahlteile für die rund vier Meter hohe Riesen-Skulptur sind echte Einzelstücke, die aufwendig zusammengebaut werden.
Viel Handarbeit: Die einzelnen Stahlteile für die rund vier Meter hohe Riesen-Skulptur sind echte Einzelstücke, die aufwendig zusammengebaut werden. © undefined
„Für die Weltkugel mussten wir nachträglich noch eine Inspektionsklappe entwerfen“, sagt Steffen Wätzig von der Firma Rime.
„Für die Weltkugel mussten wir nachträglich noch eine Inspektionsklappe entwerfen“, sagt Steffen Wätzig von der Firma Rime. © undefined
Gewünschte Fläche: Auf dem Kreisverkehr am Krankenhaus wird der Riese im Herbst aufgestellt.
Gewünschte Fläche: Auf dem Kreisverkehr am Krankenhaus wird der Riese im Herbst aufgestellt. © undefined

Die drei Riesen werden eine Erdkugel in die Höhe stemmen, die gar aus 18 einzelnen Segmenten hergestellt wurde. „Für die Weltkugel mussten wir nachträglich noch eine Inspektionsklappe entwerfen“, sagt Steffen Wätzig. 

Denn eingebaute kleine Lämpchen sollen die Position von Riesa und Riesas Partnerstädten auf den Kontinenten zeigen – und diese Lampen könnten ja mal kaputtgehen und ersetzt werden müssen. Der Strom für die Beleuchtung soll aus Solarplatten stammen, die im Kreisverkehr mit montiert werden – das war ebenfalls nicht von Anfang an geplant.

Zuvor hatte es laut Kurt Hähnichen die Idee gegeben, statt eines Riesen Skulpturen von Riesaer Industrieberufen aufzustellen. Allerdings sei man vom Stahlwerker über den Reifenbauer bis zum Elektronik-Arbeiter auf acht bis neun Berufe gekommen. „Die alle darzustellen, wäre nicht gegangen.“ 

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So also erhält der Kreisverkehr drei Riesen, die insgesamt rund 30.000 Euro kosten und durch Sponsoren finanziert werden. Bis zum Tag der Sachsen soll die Skulptur fertig sein, offiziell eingeweiht wird sie Ende Oktober – im Beisein von Vertretern der Partnerstädte. (SZ/csf)

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