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Der Riesenstollen ist fertig

Mit der Weihnachtszeit kann man bekanntlich nicht früh genug beginnen. Deshalb hatte der Döbelner Anzeiger den Beginn des Stollenfestes in der Bäckerei Münch in Leisnig am Sonnabend eine Stunde zu früh für 13 Uhr angekündigt.

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Von Frank Klinger

Mit der Weihnachtszeit kann man bekanntlich nicht früh genug beginnen. Deshalb hatte der Döbelner Anzeiger den Beginn des Stollenfestes in der Bäckerei Münch in Leisnig am Sonnabend eine Stunde zu früh für 13 Uhr angekündigt. So herrschte zum eigentlichen Start um 14 Uhr schon reger Betrieb in der weihnachtlich dekorierten Auslieferungshalle. Eine der ersten Besucherinnen, die an den Tischen Platz nahmen, war Helga Wittau aus Leisnig: „Ich bin mit meinen Nachbarinnen hier, wir sind schon gespannt, was es heute alles geben wird. Im vergangenen Jahr hat mir das erste Stollenfest sehr gut gefallen.“

Auch Backstubenleiter Mike Kallee, der mit seiner Frau Antje, die als Filialleiterin der Burgbäckerei beschäftigt ist, und seiner Tochter Linda letzte Vorbereitungen traf, freute sich auf die zweite Ausgabe des Stollenfestes: „Im Vorjahr waren wir vom Ansturm auf das Kinderbacken überrascht, in diesem Jahr sind wir dafür besser gerüstet.“

Unter seiner Anleitung entstand in der Backstube auch wieder der Riesenstollen für den Weihnachtsmarkt in Leisnig, der in der nächsten Woche stattfindet.

Der Rosinenstollen aus einem speziellen Teig, dessen Rezeptur Betriebsgeheimnis ist, wiegt 20 Kilogramm und ist 2,40 Meter lang. Mike Kalle erläuterte: „Etwa eineinhalb Stunden haben wir zur Vorbereitung gebraucht, nachdem er vom Bürgermeister in den Ofen geschoben wurde, benötigt er eine Stunde Backzeit, Dabei wird die Temperatur von anfangs 180 Grad Celsius auf 160 Grad herunter geregelt. Aber mehr verrate ich nicht wirklich nicht.“

Der Riesenstollen war natürlich nicht das einzige Beweisstück der Münch’schen Backkunst. Die zahlreich erschienen Gäste konnten unter sechs verschiedenen Stollenarten wählen. Neben Rosinen-, Mandel-, Schokoladen-, Marzipan- und Mohnstollen sprang auch der relativ neue Kirschstollen ins Auge. „Der Kirschstollen ist noch nicht so bekannt, wir hatten ihn aber schon im Vorjahr im Angebot“, erklärte der Backstubenleiter, „und wer ihn gekostet hatte, der kaufte ihn auch.“

Inhaber Christian Münch erzählte, dass in diesem Jahr eine Neuheit gibt, und zwar den Stollenkuchen. Die Kinder konnten aus diesem Teig Figuren ausstechen und dekorieren, dann kamen die kleinen Köstlichkeiten sofort in den Ofen und kurze Zeit später konnten die Kinder ihre eigenen Backwerke in Empfang nehmen.

Die Kleinen hatten dabei viel Spaß, begrüßt wurden die Kinder in der Bäckerei übrigens von der bekannten Fernsehfigur „Sponge Bob“. Weil man in Leisnig nicht nur vom Weihnachtszauber spricht, hatten Rita und Christian Münch neben der musikalischen Begleitung des Festes auch einen Zauberer engagiert, der kleine und große Besucher, wie die auch in diesem Jahr vom Stollenfest begeisterte Helga Wittau, mit Tricks unterhielt. Schließlich fand auch noch der Weihnachtsmann den Weg in die Backstube und verteilte kleine Geschenke.

Nachdem der Riesenstollen unter dem Beifall der Gäste im Ofen verschwunden war, starteten die Kinder vor der Bäckerei Münch in der Eulenbergstraße zu einem Umzug. Begleitet von Polizei und Feuerwehr ging es im Schein von Lampions und Fackeln mit den Eltern zur Kirchstraße, wo schon die Pyramide wartete. Dort angekommen, stellte Bürgermeister Tobias Goth fest, dass eigentlich nur noch der Schnee fehlt. Dann drehte er gemeinsam mit der vierjährigen Mathilda – die sich auf die Frage, wer denn mithelfen wolle, spontan gemeldet hatte – den Schlüssel auf Start, und die Pyramide begann sich zu drehen. Ein Grill mit Bratwürsten und Glühwein standen ebenfalls bereit. So wurde die Weihnachtszeit in Leisnig offiziell eröffnet. Man kann bekanntlich nicht früh genug damit beginnen.