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Der Rücktritt verdient Respekt

Ingolf Reinsch über den Bürgermeister von Steinigtwolmsdorf.

Von Ingolf Reinsch
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Ingolf Reinsch kommentiert den Rücktritt des Steinigtwolmsdorfer Bürgermeisters.
Ingolf Reinsch kommentiert den Rücktritt des Steinigtwolmsdorfer Bürgermeisters. © Steffen Unger

Ein verschlossenes Gefäß – und schon kann alles im Leben anders sein. Die Entscheidung des Steinigtwolmsdorfer Bürgermeisters Lutz Förster, von seinem Amt zurückzutreten, ist menschlich verständlich und politisch, das heißt gegenüber den Bürgern seiner Gemeinde, verantwortungsvoll. Lutz Förster macht damit den Weg frei, dass das Bürgermeisteramt neu besetzt werden kann.

Schwere Krankheiten kommen immer zur falschen Zeit. Sie können jeden von uns treffen. In diesem Fall ist es besonders bitter, da Lutz Förster als Bürgermeister zurücktreten muss, ehe er richtig loslegen konnte. Er hatte Wahlziele, die viele in der Gemeinde überzeugten, und er hatte mit 77 Prozent der Wählerstimmen ein eindeutiges Mandat.

Dass sich Lutz Förster jetzt seiner Gesundheit widmet, ist richtig und wichtig. Ebenso wichtig ist es, dass Gemeinderat, -verwaltung und Landratsamt nach Wegen suchen, wie die Arbeit in den kommenden Monaten organisiert werden kann – und vor allem: wie möglichst bald ein neuer Bürgermeister gewählt werden kann. Die Gemeinde darf nicht nur verwaltet, sie muss gestaltet werden. Kommunaler Straßenbau, Erneuerung von Bauhoftechnik und ein Ausbau der B 98 in Ringenhain durch den Bund, wo der fehlende Fußweg seit Jahren beanstandet wird, sind drei der Aufgaben, die drängen und gelöst werden müssen.

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