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Der schnellste Lift im Osterzgebirge

Das Skigebiet Telnice rüstet auf und erwartet mehr Besucher aus Sachsen.

Von Steffen Neumann

Telnice. Am Montag fiel im Riesengebirge der erste Schnee. Der kommende Winter steht vor der Tür und im Erzgebirge bahnt sich eine neue Attraktion für alle Freunde der Skiabfahrt an. Das Wintersportzentrum Telnice (Tellnitz) gleich hinter der sächsischen Grenze baut einen Sessellift. „Wir liegen im Zeitplan und wollen am 15. Dezember eröffnen“, sagt Jindrich Holinger vom Ski Areal Telnice. Derzeit wird die Talstation gebaut, die Masten stehen bereits und die Bergstation ist fertig. Wenn alles normal läuft, erfolgt Ende nächster Woche der Seilzug.

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Mit dem neuen Doppelsitzer torpediert sich Telnice in eine andere Liga. Bisher hat im Osterzgebirge nur das Zentrum in Klíny (Göhren) einen Sessellift. Doch Telnice liegt vor allem für den Großraum Dresden deutlich günstiger. Mit der Autobahn Richtung Prag dauert es keine Dreiviertelstunde an den Hang, bis zur zweiten Abfahrt Knínice (Kninitz) ist die Autobahn sogar mautfrei. Nur zurück müssen Fahrer ohne Vignette einen Umweg über die Landstraße nehmen. Auch Holinger setzt große Hoffnungen in die Gäste aus Sachsen. Noch vor zwei Jahren kam es vor, dass die vier Kilometer Pisten in den sächsischen Winterferien fast leer waren. Das lag auch an dem alten Tellerlift, der regelmäßig aussetzte. Vor allem galt Telnice aber immer noch als Geheimtipp. Das hat sich geändert, seit ein Fan aus Sachsen für das Ski Areal mit einer deutschsprachigen Webseite wirbt. Mit dem neuen Sessellift beseitigt das Skigebiet nun seine letzte Schwachstelle. Die 209 Meter Steigung überwindet er in knapp drei Minuten, doppelt so schnell, wie vorher. Dort oben warten sechs Pisten aller Schwierigkeitsgrade. 1 440 Personen kann der Garaventa-Lift pro Stunde transportieren. Noch im Sommer stand er am Schwarzhorn in der Schweiz, ehe er in seine Einzelteile zerlegt und im Erzgebirge wieder aufgebaut wurde. Der alte Tellerlift darf übrigens in der Ukraine weiterdienen.

Für Jindrich Holinger erfüllt sich mit dem Lift ein langgehegter Traum. Thema ist der Lift schon mindestens acht Jahre, aber immer fehlte das Geld. Doch Holinger ist überzeugt, dass sich die 20 Millionen Kronen (ca. 775 000 Euro) teure Investition auszahlt. Er erwartet einen Anstieg der Besucherzahlen um bis zu 80 Prozent. Der verbesserte Komfort hat aber auch seinen Preis. Mit der Tageskarte für 400 Kronen (knapp 16 Euro) ist Telnice trotzdem noch preisgünstig. Und Parken bleibt weiterhin kostenfrei, versichert Holinger.

www.skilifte-telnice.de