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Der Sturm geht, der Schneefall kommt

Gestern Nachmittag schlug  das Wetter um. Doch der angekündigte Schneefall ist  auch nicht sicher.

Von Franz Herz

Punkt 14.38 Uhr ist die Schneefront gestern in Zinnwald eingetroffen. Bis dahin sind nur wenige Flocken gefallen. Doch dann kam es dick. Binnen einer Stunde sind zwei Zentimeter Neuschnee gefallen und im dichten Schneeschauer konnte Wetterbeobachter Norbert Märcz höchstens noch 150 Meter weit sehen, wie er berichtete. Der Sturm war um diese Zeit schon abgeflaut. Der hatte in Zinnwald auch in der Nacht nicht die Wucht erreicht wie befürchtet, sondern nur Spitzengeschwindigkeiten von 90 Stundenkilometer. Der Wetterdienst hatte vor Böen mit bis zu 115 Stundenkilometern gewarnt.

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Gestern im Lauf des Tages ging der Wind immer mehr zurück. Es reichte aber noch für lebhaftes Schneetreiben. Haushoch trieb er die Schneewolken übers Land, beobachtete Märcz. Nach dem Sturmtief Xaver folgt das nächste Tiefdruckgebiet aus Richtung Nordwest. Weil jetzt der Wind nicht mehr so drückt, ist eher zu erwarten, dass sich die Wolken am Erzgebirge stauen und es hier zu ausgiebigen Schneefällen kommt. Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee, in besonderen Staulagen sogar bis 20 Zentimeter erwarten die Meteorologen. Für das Wochenende versprechen sie auf jeden Fall abwechslungsreiches Wetter mit Schneeschauern und Wind. „Gutes Wintersportwetter wird das noch nicht“, sagt Märcz zu den Aussichten.

Der Altenberger Loipenbully ist aber auf den Wegen im Kahleberggebiet unterwegs und spurt die Langlaufstrecken, wie die Tourist-Information mitteilt. Der Lift hat noch nicht geöffnet. Hier sollte die Schneegrundlage noch etwas besser werden. Daher fährt dieses Wochenende auf der Müglitztalbahn auch noch kein Wintersportzug, wie der Verkehrsverbund Oberelbe mitteilt.

Autofahrer müssen sich bei der Wetterlage auf gefährliche Situationen einstellen. Bereits gestern früh ist der Schneematsch an vielen Stellen gefroren gewesen. Die Straßenmeistereien und Bauhöfe hatten alle Hände voll zu tun, um gegen die Glätte anzustreuen. Die Polizei warnt weiter vor Schneeverwehungen und Straßenglätte.