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Der Tote im Gimmlitztal hing an einem Kletterseil

Dresden. Im sogenannten Gimmlitztal-Prozess am Dresdner Landgericht hat ein Gutachter vom TÜV-Süd am Montag Ergebnisse einer Untersuchung des Seils vorgetragen, mit dem der Tote aus der Pension stranguliert wurde.

Dresden. Im sogenannten Gimmlitztal-Prozess am Dresdner Landgericht hat ein Gutachter vom TÜV-Süd am Montag Ergebnisse einer Untersuchung des Seils vorgetragen, mit dem der Tote aus der Pension stranguliert wurde. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie sehr sich das alte Kletterseil gedehnt hatte, mit dem der 83 Kilo schweren Woitek S. stranguliert worden war.

Den Ausführungen des Sachverständigen zufolge war der offenbar todessehnsüchtige Woitek S. nicht in der Lage, die Strangulation völlig ohne fremde Hilfe durchzuführen. Dafür war das Seil zu kurz, so wie es auf einem Video zu sehen ist. Am plausibelsten scheint demnach, dass sich der Tote die Schlinge mit dem sogenannten Henkersknoten selbst um den Hals gelegt hatte. Danach hat der Angeklagte Detlev G. das Seil über einen Haken an der Decke gezogen und zu einem sogenannten Ankersteg verknotet. Ähnliches hatte auch der psychiatrische Gutachter Andreas Marneros nach seinem Gespräch mit Detlev G. als Zeuge ausgesagt. Der Angeklagte hatte ihm gesagt, dass sich der Verstorbene die Schlinge selbst um den Hals gelegt habe. Er habe den Knoten an der Kellerdecke geknüpft Woitek S. die Hände auf den Rücken gebunden, den Mund zugeklebt und danach den Keller verlassen. Unklar ist, ob der gebürtige Pole sich selbst aus dieser Lage wieder befreien und den Suizid abbrechen konnte. (SZ/ts)

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