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Der Tunnel kann Dresden den Frieden bringen

Jana Knauth engagiert sich für das Welterbe – und das nicht erst, seit die Debatte um den Tunnel tobt. Die 30-jährige Sängerin ist Mitglied der Bürgerinitiative „Welterbe Dresdner Elbtal“. Sie organisiert Vortragsabende, baut Infostände auf.

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Jana Knauth engagiert sich für das Welterbe – und das nicht erst, seit die Debatte um den Tunnel tobt. Die 30-jährige Sängerin ist Mitglied der Bürgerinitiative „Welterbe Dresdner Elbtal“. Sie organisiert Vortragsabende, baut Infostände auf. „Wir wollen die Dresdner über den Wert des Welterbetitels informieren.“

Das Elbtal soll dazu mit all seiner Schönheit, mit den Chancen und Problemen in den Blick genommen werden. Das wird in jüngster Zeit immer schwieriger. „Die Leute reden kaum noch miteinander“, sagt Jana Knauth mit Blick auf den Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Brücke. Die Fronten seien verhärtet, die Debatte werde teils brutal geführt. „Mir tut das weh.“

Überhaupt: Befürworter und Gegner. Dieses Vokabular, sagt Knauth, sei ihr zuwider. Es gehe doch darum, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, eine Idee zu finden, wie Welterbe und Elbquerung in Einklang gebracht werden können. „Ein Kompromiss kann Frieden schaffen“, betont die Musikerin.

Jana Knauth hat keinen Zweifel daran, dass der Elbtunnel am Waldschlößchen ein Kompromiss ist. Auch wenn sie Bedenken hat, an dieser Stelle des Elbtals überhaupt einen Verkehrszug zu schaffen – sei er über- oder unterirdisch.

Hat sie Hoffnung, dass der Tunnel gebaut wird? „Ja klar, sonst würde ich mich nicht dafür engagieren.“ Ende Februar läuft die Frist des Bürgerentscheids für den Bau der Waldschlößchenbrücke aus. „Ich hoffe, dass dann der Tunnelbau möglich wird.“ (SZ/ale)

www.welterbe-dresdner-elbtal.de