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Warten auf die erste Feier

Der Veranstaltungspavillon am Freizeitpark in Weißkeißel ist im Sommer fertig. Genutzt werden kann er aber noch nicht.

Jens Pannasch (li.) und Heinz Steinke von der Holzbaufirma Rösch bringen die Fußschwellen an, auf die Fachwerkwand und Dachkonstruktion gesetzt werden.
Jens Pannasch (li.) und Heinz Steinke von der Holzbaufirma Rösch bringen die Fußschwellen an, auf die Fachwerkwand und Dachkonstruktion gesetzt werden. © Sabine Larbig

Das Fundament und der Sockel sind fertig. Derzeit wird die Anbringung der 3,50 Meter hohen Fachwerkwand vorbereitet. Kommende Woche will die Holzbaufirma Rösch aus Groß Düben mit dem Bau der Dachkonstruktion beginnen. Die Gerüste dafür stehen schon. Danach kommen noch Elektriker auf die Baustelle, um Leitungen und Anschlüsse für Beleuchtung und Stromversorgung zu legen. Schließlich wird der Pavillon künftig für Hexenfeuer, Dorffeste, Tanzabende, Konzerte, Theater, Kindertag und öffentliche Veranstaltungen aller Art genutzt.

In diesem Jahr dürfen wegen Corona bis vorerst Ende August solche Großveranstaltungen nicht oder nur unter strengen Auflagen samt zu genehmigenden Hygiene- und Sicherheitskonzepten stattfinden. „Wir können solche Auflagen nicht erfüllen, haben das Dorffest und andere Events daher abgesagt. Dafür ist nun genug Zeit für den Bau des Festpavillons“, erklärte Bürgermeister Andreas Lysk bereits in der Mai-Sitzung des Gemeinderates. Der tagte, ebenfalls wegen Corona, zuletzt im März. Vergeben wurden dort die Dach-, Holz- und Innenarbeiten für den mit rund 100.000 Euro Fördergeld entstehenden Pavillon. „Wegen der Rüge eines Bieters“, informierte Lysk, „kam das vorerst nicht zustande. Inzwischen hat die Vergabekammer des Freistaates den Widerspruch abgelehnt, und alles läuft wie geplant.“

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Nicht planmäßig stattfinden können dagegen die erwähnten Veranstaltungen. „Wir haben als Gemeinde einen Informationsflyer für alle Haushalte in Weißkeißel und den Ortsteilen erstellt, in dem wir um Verständnis für die Absagen bitten. Gleichzeitig kündigen wir darin an, dass die feierliche Einweihung des Pavillons mit einem Festwochenende im Oktober stattfinden soll, sofern es die dann gültigen Schutzmaßnahmen zulassen“, so der Bürgermeister. Was die Einweihung betrifft, so soll sie am 2. Oktober sein. Am Tag darauf, dem Tag der Deutschen Einheit, sind ein Frühschoppen und ein Tanzabend im Freizeitpark geplant. Zudem entwickle die Gemeinde mit dem Zamperklub laut Lysk derzeit ein Konzept für weitere Veranstaltungen. „Im Kopf ist schon vieles klar für die Zeit bis Ende 2020. Unklar ist dagegen, ob die Vorstellungen umsetzbar sind.“

Angedacht ist beispielsweise die künftige Nutzung des neuen Festpavillons für Adventsfeste im Ort. Die gab es auf Grund fehlender Möglichkeiten bisher nicht. Am 13. Dezember soll dort das erste Weißkeißeler Adventsfest stattfinden und gleichzeitig den Startschuss für eine neue Tradition im Ort geben. Auch für Rahmenprogramme bei sportlichen Events auf dem benachbarten und erst Ende 2020 eingeweihten Minihockeyfeld für Kinder ist der neue Festbereich samt dem bereits seit langer Zeit stehenden kleinen Festpavillon, der ebenfalls im Freizeitpark befindlichen Heimatstube sowie dem öffentlichen Spielplatz mit Rutsche- und Rodelberg nutzbar.

Der neue Festpavillon war bisher im laufenden Haushaltsjahr die größte Ausgabe der Gemeinde Weißkeißel. Wie Andreas Lysk in der Ratssitzung im Mai erklärte, kommen nun auch ungeplante 40.000 Euro Ausgaben hinzu. „Wir müssen Schutzanzüge für unsere Freiwillige Feuerwehr kaufen“, begründete Lysk.

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