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30 Jahre Wir

Der west-östliche Gundermann

Warum ein Spielfilm über den singenden Baggerfahrer aus der Lausitz Westdeutsche genauso begeistert wie Ostdeutsche.

Alexander Scheer rückt seiner Filmfigur auf den Leib, in die Stimme und unter die Haut.
Alexander Scheer rückt seiner Filmfigur auf den Leib, in die Stimme und unter die Haut. © Pandorafilm

Ob der Film im Osten gut ankommen würde, diese Frage hat sich nie wirklich gestellt. Schließlich bündelten „Gundi“ und seine Lieder vor allem nach der Wiedervereinigung das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Er war ein Unangepasster, ein Querkopf, zugleich hochtalentiert und hochemotional, feige und mutig, verräterisch und wahrheitsfanatisch, ein Anti-Star mit Fleischerhemd, Kassenbrille, Zauselzopf. Wie so viele sang er viel über die Liebe und viel über den Tod. Aber eben auch über die schattigen Nachwehen der „Wende“, über sterbende Reviere, Arbeits-, Rat- und Hilflosigkeit, über Armut und Ausbeutung. Und über Menschen, die den Boden unter den Füßen verloren und nicht mehr wiederfanden.

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